Lieber Levi,
ein Notarzt hat mir mal erzählt, er habe Selbstmörder gesehen, bei denen er "es" nachvollziehen konnte, weil die Situation ausweglos war - das ist bei Dir ja nicht der Fall.
Er habe auch Selbstmörder gesehen, die es vorher mit ihrem Ehepartner ABSPRACHEN (wegen Krankheit und immer unerträglicher werdenden Schmerzen). Das ist bei Dir auch nicht der Fall, Deine "Schmerzen" sind behandelbar.
Und er hat jede Menge SElbstmörder gesehen, die sich einfach aufgaben, nur noch sich selbst und ihr eigenes Leid sahen und denen hätte geholfen werden können. Zu denen zähle ich jetzt mal ganz frech Dich.
Kann es sein, dass Du Dir gar nicht helfen lassen willst und Dich auch nicht nach anderen Lösungsmöglichkeiten umschauen willst?
Könnte man Deinen Zustand eher als "Todessehnsucht" bezeichnen?
Dann nutzt nämlich jede Diskussion nichts!
Ich kenne das zur Genüge. Gott, was habe ich Alkohol in mich reingeschüttet und Brel gehört und Lieder über die Hoffnungslosigkeit....
Aber ich habe mich glücklicherweise nie "gewagt", den letzten Schritt zu tun, weil ich weiss, dass eine Selbsttötung IMMER, IMMER ein schlechtes Gewissen bei den Hinterbliebenen hinterlässt. Ich glaube auch, dass eine Selbsttötung in den meisten Fällen auch etwas mit Rache/Genugtuung, etc zu tun hat.
Neulich war es bei mir wieder so weit, aber dank meines Arztes, zwei Wochen Krankenhaus habe ich wieder den nötigen Lebenswillen gefunden.
Und jetzt geht es wieder aufwärts! Aber ohne professinelle Hilfe hätte ich das nicht geschafft.
Du bist nicht alleine bei den Gedanken - Du bist nur zu stur
Übrigens hatte ich meinen ersten Suizidversuch im Alter von etwa 8 Jahren! Wie würdest DU Dich fühlen, wenn Deine Tochter das gemacht hätte?
Liebe Grüsse, Sturhammel!
Gauloise