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Leviathan
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 03.Feb.2010, 18:52 |
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vent hat geschrieben: Ja, aber diese Gedanken entstehen nicht aus dem Nichts. hab ich auch nie behauptet Zitat: An der zu arbeiten...
will ich nicht !
aber ich geh mal davon aus was ich will bzw nicht will ist anderen mal wieder egal
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vent
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 03.Feb.2010, 19:40 |
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Leviathan hat geschrieben: Zitat: An der zu arbeiten... will ich nicht ! aber ich geh mal davon aus was ich will bzw nicht will ist anderen mal wieder egal
Nein, ist nicht egal. Du entscheidest.
Nur - du hast eine Tochter, und vielleicht auch Enkelkinder?
Ich dachte mir ich schreibe ein bisschen aus ihrer Sicht.
Tut mir leid wenn das bei dir schlecht angekommen sein sollte.
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Leviathan
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 03.Feb.2010, 20:29 |
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vent hat geschrieben: Nein, ist nicht egal. Du entscheidest. Nur - du hast eine Tochter, und vielleicht auch Enkelkinder? Ich dachte mir ich schreibe ein bisschen aus ihrer Sicht. Tut mir leid wenn das bei dir schlecht angekommen sein sollte.
Hab mich schon gefragt wie lange es dauert bis jemand meine Tochter ins Spiel bringt.
Musste grad an die Worte meiner Mutter denken als ich ihr gegenüber ne Andeutung machte: "denkst du dabei auch an deine Tochter"
"klar, blöde Kuh, hab die letzten 22 Jahre an nichts anderes gedacht sonst wär ich schon lange weg"
Die Sicht meiner Tochter kenne ich und sie wird warscheinlich die Einzige sein die meine Entscheidung akzeptieren könnte auch wenn der Verlust für sie schmerzhaft wär.
Ich hatte nur gehofft noch andere zu finden die so eine Entscheidung akzeptieren könnten aber ich glaub die Hoffnung kann ich dann auch noch aufgeben so wie viele andere zuvor....
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Christina
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 03.Feb.2010, 22:03 |
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Registriert: 25.Jan.2008, 20:22 Beiträge: 2613
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Leviathan hat geschrieben: Zitat: Und auch bei chronischer Suizidalität könnte es doch sein, dass es an der richtigen Hilfe fehlt und dem Betroffenen krankheitsbedingt (ohne das als Wertung zu verstehen) der Blick dafür verstellt ist. Kommt es da nicht auch auf die Gründe an ? Jemand der alles erlebt hat was er erleben wollte sagt sich wenn es am schönsten ist soll man gehen. Er schmeist noch ne Party um von allen Abschied nehmen zu können und will danach gehen. Ist der auch krank nur weil er über sein Ende selbst bestimmen und vielleicht verhindern will irgendwann mal von anderen abhängig zu sein was für ihn unerträglich wär ? Soll er ein für ihn unerträgliches Leben führen nur weil andere es so wollen ? Ob man krank ist, hängt primär davon ab, ob man selbst unter dem leidet, was anderen als "krank" erscheinen könnte. Ich kann mir schlecht vorstellen, dass Suizidgedanken nicht mit ausgeprägtem Leid einhergehen... Es ist ja weit verbreitet, die mögliche Abhängigkeit durch Alter und Krankheit zu fürchten und viele Menschen haben deswegen entsprechende Patientenverfügungen. Bei unheilbaren körperlichen Leiden gibt es außerdem im benachbarten Ausland die Möglichkeit der Sterbehilfe. Das alles hat aber mit einer psychisch bedingten chronischen Suizidalität nichts zu tun, denn da muss man zumindest einkalkulieren, dass der Wunsch zu sterben nichts anderes als das Symptom einer Krankheit ist, die eben nicht unheilbar sein muss. Und nein, ich finde es nicht so ganz gesund, wenn Abhängigkeit in jeder Form völlig unerträglich ist, wenn man sich gar nicht vorstellen kann, sich anderen Menschen ein Stück weit anzuvertrauen. Das scheint mir ebenso "krank" wie das andere Extrem, die völlige Abhängigkeit. Aber krank oder nicht, es erscheint mir legitim, eine solche Angst vor Abhängigkeit zum Lebensende hin nicht bearbeiten zu wollen, sondern sie gar nicht entstehen zu lassen. Einer meiner Dozenten hat mal erzählt, er wisse ganz genau, wie er sterben wolle: Mit dem Schalter für die Elektrode, die sein Glückszentrum im Hirn stimuliert, in der einen Hand und in der anderen Hand ein Glas Rotwein. Aber ein solches Szenario lässt sich kaum einrichten, und ein zufriedener Selbstmörder, der auf sein erfülltes Leben zurückblickt und geht, wenn es am schönsten ist, scheint mir auch sehr unrealistisch. Leviathan hat geschrieben: Alle wollen das ich Rücksicht auf sie und ihre Gefühle nehme aber was ist mit mir und meinen Gefühlen ? Es ist ein Dilemma. Laut Gesetz und sicher auch entsprechend einem allgemeinen ethischen Empfinden geht die Freiheit des Einzelnen zur Selbstverwirklichung nur so weit, wie andere dadurch nicht eingeschränkt bzw. geschädigt werden. Bringst du dich um, verletzt du andere, tust du es ihnen zuliebe nicht, fühlst du dich im Leben gefangen. Das wird sich nicht lösen lassen und egal, wie du dich entscheidest, du wirst immer einen Preis dafür zahlen. Die Hoffnung, dass deine Entscheidung für den Selbstmord akzeptiert würde, ist m.E. der Versuch, diesen Preis runterzuhandeln - von "du wirst anderen dadurch Leid zufügen" zu "es ist deine Entscheidung über dein Leben und das wiegt in jedem Fall schwerer als das Leid anderer." Das kann aber niemand objektiv beurteilen. Vielleicht ist deine Tochter der Ansicht, dass du am Leben mehr leidest als sie unter deinem Selbstmord leiden würde, und kann deine Entscheidung deshalb akzeptieren. Es kann auch niemand beurteilen, ob es dir nicht doch möglich wäre, deine Suizidalität zu bearbeiten und dadurch zu lindern oder gar zu heilen. Wenn du das nicht willst, ist das natürlich wiederum deine Entscheidung, aber sie katapultiert dich direkt in das oben beschriebene Dilemma und verschärft es noch. Deine Entscheidungen werden immer andere Menschen berühren und Konsequenzen für sie haben.
Liebe Grüße
Christina
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Leviathan
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 03.Feb.2010, 22:37 |
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Christina hat geschrieben: Laut Gesetz und sicher auch entsprechend einem allgemeinen ethischen Empfinden geht die Freiheit des Einzelnen zur Selbstverwirklichung nur so weit, wie andere dadurch nicht eingeschränkt bzw. geschädigt werden. Werden andere nicht auch eingeschränkt wenn ich irgendwann im Rollstuhl sitze, bettlägerich werde o.ä. und rund um die Uhr auf ihre Hilfe angewiesen bin ? Ach nee - dann gibts ja wieder die Möglichkeit mich irgendwoanders unterzubringen wobei natürlich wieder niemanden interessiert was ich will und wie ich mich dabei fühle... Zitat: Bei unheilbaren körperlichen Leiden gibt es außerdem im benachbarten Ausland die Möglichkeit der Sterbehilfe. Man sollte dabei aber bedenken das nicht jeder die finanziellen Mittel hat um sich das auch leisten zu können. Zitat: dass der Wunsch zu sterben nichts anderes als das Symptom einer Krankheit ist, die eben nicht unheilbar sein muss. Nur sollte die Entscheidung ob eine Krankheit behandelt werden soll oder nicht jedem selbst überlassen sein. Zitat: Bringst du dich um, verletzt du andere, tust du es ihnen zuliebe nicht, fühlst du dich im Leben gefangen
Alternative wär auswandern - Verschollen im Nirgendwo...
Wär die Ungewissheit nicht schlimmer als die Nachricht vom Tod ?
Ich bin eigentlich der Meinung lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende aber ich denke auch da seid ihr wieder anderer Meinung.
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vent
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 03.Feb.2010, 23:24 |
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Leviathan hat geschrieben: Hab mich schon gefragt wie lange es dauert bis jemand meine Tochter ins Spiel bringt. Leviathan, du machst eine Umfrage? Warum? Leviathan hat geschrieben: Musste grad an die Worte meiner Mutter denken als ich ihr gegenüber ne Andeutung machte: "denkst du dabei auch an deine Tochter" "klar, blöde Kuh, hab die letzten 22 Jahre an nichts anderes gedacht sonst wär ich schon lange weg"
Und jetzt? Was hat sich geändert?
Schau, für dich:
"Den Tod fürchten die am wenigsten, deren Leben den meisten Wert hat."
Immanuel Kant
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Leviathan
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 03.Feb.2010, 23:46 |
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vent hat geschrieben: Und jetzt? Was hat sich geändert?
Meine Tochter ist nicht mehr das kleine hilflose Mädchen was man nicht allein lassen kann...
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Willy
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 04.Feb.2010, 07:40 |
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Registriert: 25.Nov.2009, 00:19 Beiträge: 234
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Zitat: Meine Tochter ist nicht mehr das kleine hilflose Mädchen was man nicht allein lassen kann...
Ja und jetzt, was macht Dich da so sicher.
Die Hilflosigkeit Dir gegenüber ist bestimmt da.
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Pilongo
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 04.Feb.2010, 10:03 |
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Registriert: 17.Apr.2009, 07:00 Beiträge: 2386 Wohnort: Bayern
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Leviathan, ich war 21 als mein Papa gestorben ist. Allerdings war es bei ihm kein Suizid, sondern eine Hirnblutung. Und ich muss ganz ehrlich sagen: Obwohl ich mein Leben selbstständiger lebe als noch vor einigen Jahren und meine eigenen Entscheidungen treffe und mich selbst um mich kümmere fehlt er mir sehr. Er fehlt mir in kleinen Dingen. Fehlt mir, wenn ich mich über etwas freue und es nicht mit ihm teilen kann, fehlt mir, wenn eine wichtige Entscheidung ansteht und ich seinen Rat nicht einholen kann, fehlt mir, wenn ich eine Prüfung habe und er mich morgens nicht umarmt, fehlt mir, wenn ich morgens beim Frühstück sitze und ihn nicht im Badezimmer sein Mordenbliedchen summen höre, fehlt mir, wenn wir gemeinsam zu Abend essen und sein Platz neben dem Kühlschrank leer ist. Er fehlt in all den kleinen Dingen, die das Leben eben aus machen.
Obwohl ich jetzt 22 und so alt wie deine Tochter bin, fehlt er mir.
Ich will damit nur sagen: Auch, wenn man älter ist und für sich selber sorgen kann, so fehlen einem die Eltern trotzdem. Familie hört meiner Meinbung nach nicht dann auf, wenn man flügge wird und auf eigenen Beinen stehen kann. Familie fängt dann erst richtig an.
Und der Tod eines Elternteils ist ein Ereignis, das Kinder immer aus der Bahn werfen wird, ganz egal, wie alt sie sind.
Ich habe auch eine Freundin, deren ihr Vater sich selbst umgebracht hat. Und sie hat das auch nach 12 Jahren noch immer nicht überwunden, sie kann ihm auch noch immer nicht verzeihen. Sie sagt, der Verlust und der Tod an sich sind schon schmerzlich genug, aber dazu kommen dann auch noch Vorwürfe und Selbstzweifel, und eine unsagbare Wut darüber, dass man alleine gelassen wird. Und diese Wut hat sie immer noch in sich, und auch die Zweifel und die Angst. Nach all den Jahren. Verzeihen konnte sie ihm nie.
Ich will dir nur mal die andere Seite zeigen, die Tochter-Seite.
Bloß, weil sie jetzt auswärts lebt und für sich selbst sorgt, heißt das nicht, dass sie dich nicht mehr braucht.
_________________ Time spent wishing is time wasted.
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Christina
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Betreff des Beitrags: Verfasst: 04.Feb.2010, 12:52 |
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Registriert: 25.Jan.2008, 20:22 Beiträge: 2613
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Leviathan hat geschrieben: Christina hat geschrieben: Laut Gesetz und sicher auch entsprechend einem allgemeinen ethischen Empfinden geht die Freiheit des Einzelnen zur Selbstverwirklichung nur so weit, wie andere dadurch nicht eingeschränkt bzw. geschädigt werden. Werden andere nicht auch eingeschränkt wenn ich irgendwann im Rollstuhl sitze, bettlägerich werde o.ä. und rund um die Uhr auf ihre Hilfe angewiesen bin ? Es geht um die Freiheit zur Selbstverwirklichung, die da begrenzt ist, wo andere in negativer Weise davon betroffen werden. Wenn man zum Pflegefall wird, beruht das i.d.R. nicht auf einer freien Entscheidung... Natürlich würde es deinem Umfeld und der Allgemeinheit mehr Mühe machen und sie auch mehr Geld kosten, dich zu pflegen und zu versorgen, als dir nur ein paar Blumen aufs Grab zu stellen. Aber auch wenn es in einigen Familien und z.T. in einer immer egoistischer scheinenden Gesellschaft pervertiert wird: Familie/Gemeinschaft/Gesellschaft ist dazu da, Kranke und Schwache aufzufangen und zu versorgen. Mal abgesehen davon sind solche Mühen oft wesentlich leichter zu (er)tragen als die Qual von Selbstvorwürfen, die der Suizid eines nahestehenden Menschen fast immer hinterlässt. Leviathan hat geschrieben: Ach nee - dann gibts ja wieder die Möglichkeit mich irgendwoanders unterzubringen wobei natürlich wieder niemanden interessiert was ich will und wie ich mich dabei fühle... Sind die Menschen, die sich um dich kümmern würden, wirklich so, dass sie dich einfach irgendwo unterbrächten? BTW - so lange du dich noch äußern kannst, hast du da mitzureden. Für den Fall, dass du dich nicht mehr äußern kannst, besteht die Möglichkeit, mittels Patientenverfügung lebensverlängernde Maßnahmen auszuschließen. Leviathan hat geschrieben: Zitat: dass der Wunsch zu sterben nichts anderes als das Symptom einer Krankheit ist, die eben nicht unheilbar sein muss. Nur sollte die Entscheidung ob eine Krankheit behandelt werden soll oder nicht jedem selbst überlassen sein. Diese Entscheidung wird jedem selbst überlassen, niemand kann in Psychotherapie gezwungen werden. Leider ist die Entscheidung gegen die Behandlung bei psychischen Störungen mitunter ebenso ein Symptom wie die Suizidalität. Das lässt sich von außen nicht beurteilen und bei vielen Betroffenen stellt es sich nach misslungenen Suizidversuchen so heraus. Da finde ich es verständlich, wenn man es nicht auf einen gelungenen Suizid ankommen lässt. Leviathan hat geschrieben: Zitat: Bringst du dich um, verletzt du andere, tust du es ihnen zuliebe nicht, fühlst du dich im Leben gefangen Alternative wär auswandern - Verschollen im Nirgendwo... Wär die Ungewissheit nicht schlimmer als die Nachricht vom Tod ? Ich bin eigentlich der Meinung lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende aber ich denke auch da seid ihr wieder anderer Meinung. Ich habe nicht wirklich eine Meinung dazu, ob du dich umbringen dürfen solltest oder nicht. Es ist einfach eine Tatsache, dass jede deiner Entscheidungen nicht nur Konsequenzen für dich, sondern eben auch für andere hat. Würdest du dich für eine Psychotherapie entscheiden und hätte diese Erfolg, könntest du vielleicht zufrieden bis zu deinem natürlichen Tod leben und dir und deinem Umfeld deinen Selbstmord ersparen. Schlägt die Psychotherapie fehl, geht es dir u.U. noch schlechter. Es ist deine Entscheidung, ob du dieses Risiko eingehen würdest, um andere zu schonen. Bringst du dich um, ist es für dich ein Ende mit Schrecken, ob es für die anderen auch das Ende des Schreckens wäre, weißt du nicht. Es ist immer eine Entscheidung, die nur du treffen kannst, aber m.E. machst du dir etwas vor, wenn du glaubst, dass es auch eine Entscheidung wäre, die nur dich allein betrifft. Wie du die möglichen Konsequenzen (die tatsächlichen kennt man ja vorher nicht) für andere bewertest, liegt wiederum nur bei dir.
Liebe Grüße
Christina
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