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 Betreff des Beitrags: Pepsiflasche stellt sich auch mal vor =D
BeitragVerfasst: 13.Feb.2012, 14:27 
Offline

Registriert: 13.Feb.2012, 12:59
Beiträge: 4
Zuallererst: Mir viel kein Name ein und hab das Erste genommen, was ich auf meinem Tisch sah. :mrgreen:

Also, ich bin 24 Jahre alt und weiblich. :)
Was ich alles habe: Ängste vor Krankheiten, Zwangsgedanken und auch Zwangshandlungen. Momentan überwiegen die Ängste vor Krankheiten enorm.

Es fing mit Zuckungen an, ungefähr als ich 11/12 Jahre alt war. Keine Ahnung wieso. Ich bemerkte es auch selbst fast garnicht. Eher machte sich irgendwann meine Schwester drüber lustig und meiner Mutter fiel es irgendwann auf.

So 2 Jahre später kamen dann Zwangsgedanken dazu. Ich habe Sachen 10-20 mal kontrolliert zu Hause bis ich eingeschlafen bin. (z.B. ob die Gasflamme im Boiler brennt usw.) habe nach dem Spülen der Toilette bis 5 Zählen müssen und dann erst rausgekonnt und noch viele andere Dinge.

Irgendwann zog ich dann in eine eigene Wohnung, wo ich meinen Zuckungen freien Lauf lassen konnte bzw. meinen Geräuschen, die ich ab und zu machte.

Und damit fing auch die Angst an, irgendwas schlimmes zu haben. Vielleicht war es das plötzliche Allein wohnen, die mich auf körperliche Anzeichen aufmerksam machte oder auch etwas anderes, ich weiß es nicht. Auf jeden Fall habe ich auf alles geachtet.

Dann hab ich irgendwann eine Blinddarmentzündung bekommen. Ich hatte sowieso schon totale Panik vor Ärzten, aber ausnahmsweise war ich vernünftig und bin bei dem leichten Sympton (war nur leichtes Stechen, nicht so wie viele, die über totale Bauchschmerzen klagen und so) ins Krankenhaus, wo mir der Blinddarm dann auch entfernt wurde. (Habe schon seit der Kindheit eine starke Ärztephobie, somit war das ein Erfolgserlebnis für mich, selbst ins KH zu gehen.)

Das Problem ist, seitdem, 3-4 Jahre, weiß nichtmehr genau, sind Panikattacken dazugekommen. Ich habe oft das Gefühl, dass ich schlecht Luft bekomme. Seitdem fühlt sich meine Nase auch verstopfter an. Bei dem kleinsten Schmerz, sei er noch so kurz, denke ich sofort, es ist etwas ganz schlimmes und ich müsste jeden Moment sterben. Die eine Woche hab ich Brustkrebs, die andere wieder einen Gehirntumor, es ist schrecklich.

Dazu kommt aber, dass ich eigentlich ein lebenslustiger und optimistischer Mensch bin. Seit einiger Zeit, versuche ich, aus dem ganzen eine Art Selbstexperiment zu machen und mich selbst zu prüfen.
Das mag jetzt natürlich blöd klingen, aber ich führe z.B. ein Panikattacken-Tagebuch bzw. eine Statistik, in der ich Zeit, Symptome, Angst, Grund und Hilfe dokumentiere. Ich erhoffe mir dadurch, dass sich irgendwann etwas rauskristallisiert.
Außerdem versuche ich dabei herauszufinden, wieviel man durch reine Willenskraft erreichen kann.
Und das hilft mir wirklich enorm!
Ich denke mir einfach, wieso sollte ich mich von meiner Angst kontrollieren lassen?
"Du bist ein starker Mensch! Du weißt doch selbst, dass das alles nur Einbildung ist. Versuch dich drauf zu konzentrieren und sei stärker als diese scheiß Angst!"

Früher haben mich diese Dinge echt enorm runtergezogen.. hab auch oft geheult wegen diesen Attacken, weil ich echt dachte, lange mach ichs nichtmehr und wenn ich einschlafe wach ich am nächsten Morgen nichtmehr auf.. hab sogar ein Testament geschrieben, für den Fall dass das wirklich passiert und das neben mein Kissen gelegt...
Es war oft echt mies... aber irgendwann REICHT es einfach!

Ich will versuchen, ob das alles so klappt... und es weiter so durchziehn.
Natürlich hab ich auch manchmal Durchhänger, deswegen habe ich mich auch hier angemeldet, weil das Gefühl, ich wäre alleine, mich einfach oft niederdrückt. Aber im großen und ganzen probier ich es so.

Mal sehn wie das wird. :)


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