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 Betreff des Beitrags: Nur ich.
BeitragVerfasst: 18.Feb.2012, 20:25 
Offline

Registriert: 18.Feb.2012, 19:26
Beiträge: 1
Tja wo soll ich am besten anfangen. Am besten in meiner Kindheit. Meine Eltern waren schon sehr alt als sie mich bekommen haben was in der Grundschule schon nicht einfach war. Doch als ich in die Realschule kam begann der ganze Horror. Ich wurde misshandelt von älteren Mitschülern und ständig verprügelt. Ich wußte nicht warum und die Lehrer verschlossen damals die Augen davor. Mit 12 Jahren habe ich einen Selbstmordversuch begangen mit Tabletten. Meine Eltern fanden mich, brachten mich zum Übergeben und das Thema wurde unter den Tisch gekehrt. Es wurde nie wieder darüber gesprochen und meine Qual ging weiter. Ich ertrug es und ich dachte wenn die Schule vorbei ist wird es besser. Im Gegenteil. Meine erste große Liebe war am Anfang wie eine Erlösung, bis er anfing mich auch zu schlagen, es saßen Leute daneben wie er mir mein Bein gebrochen hat und mich grün und blau geschlagen hat. Einen Zahn habe ich verloren aber niemand half. Im Gegenteil, sie lachten mich aus. Aus lauter Angst verschanzte ich mich in meiner damaligen Wohnung, denn er drohte die Tür aufzubrechen und mich auf den Strich zu schicken. Nur durch die Hilfe von einem Nachbarn konnte ich fliehen. Meine zweite große Liebe war ähnlich, gebrochenes Jochbein und Hämatome am ganzen Körper. Doch wem sollte ich mich anvertrauen, es half mir doch eh niemand. Die Angst wurde so groß das ich mich kaum noch raus traute. Unter Menschen bekam ich Beklemmungen und fiel sogar in Ohnmacht wenn es zuviel wurde. Mein " Freund" kam dann ins Gefängnis wegen mehreren schweren Körperverletzungen. Langsam lernte ich wieder das normale Leben kennen. Doch die Angst blieb. Und das Vertrauen zu den Menschen hatte ich verloren. Dann lernte ich meinen jetzigen Freund kennen, er ist lieb und kümmert sich um mich, als ich dann auch noch schwanger wurde war mein Glück perfekt, bis ich das Kind verlor. Da brach wieder eine Welt in mir zusammen. Dann folgte eine Krankheit nach der anderen. 5 Operationen musste ich überstehen was mich zermürbte. Seitdem kann er mir nichts mehr recht machen, ich kann das alles einfach nicht mehr ertragen. Mit meinem Arzt habe ich auch schon darüber gesprochen, da kam kein Kommentar, er verschrieb mir Laif, irgentwelche homöopatischen Beruhigungstabletten die natürlich nicht anschlugen. Vor einiger Zeit sind dann auch meine Eltern zu uns gezogen da sie pflegebedürftig geworden sind. Doch das Menschen im Alter so gemein werden können hätte ich nie gedacht. Ich darf sie von vorn bis hinten bedienen, gehe arbeiten und bewirtschafte nebenbei noch unsere Bauernhof da mein Freund immer arbeiten ist. Ich schaffe das alles nicht mehr. Ich denke jeden Tag an den Strick aber was soll denn dann aus allem werden. Und ich will ehrlich gesagt nicht sterben, da habe ich genauso Angst vor. Freunde habe ich nicht wirklich mit denen ich reden kann. Deshalb bin ich sehr dankbar das es Euer Forum gibt. Auch wenn niemand antwortet, tat es schonmal echt gut das einfach mal von der Seele zu schreiben. Danke


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 Betreff des Beitrags: Re: Nur ich.
BeitragVerfasst: 18.Feb.2012, 20:40 
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Registriert: 23.Apr.2010, 17:10
Beiträge: 4468
Wohnort: Im eigenen Käfig
Hallo Hilflos80

Erst einmal ein herzliches Willkommen hier im Forum.

Bei allem was du erlebt hast, ist es nun besonders wichtig auf dich
selber zu achten, deine Kraft für dich zu benutzen.
Auch wenn es die Eltern sind, man darf sein eigenes Leben nicht für
sie aufs Spiel setzen.

Oft hat man bei der Auswahl von Freunden ein Muster welches einem
selber gar nicht bewusst ist. Vielleicht liegt darin die Wiederholung der
frühren negativen Erfahrungen, besonders die mit Gewalt.

Du solltest einen Facharzt aufsuchen, der besser beraten und auch et-
was wirklich Hilfreiches verschreiben kann.

Liebe Grüsse, Der Beobachter

_________________
Nee, ich bin nicht die Signatur, ich mache hier nur sauber ... Bild


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