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Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Kann mir jemand helfen?
BeitragVerfasst: 24.Jan.2012, 18:53 
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Registriert: 24.Jan.2012, 18:40
Beiträge: 4
Hallo ich bin 23 Jahre alt und leide an schlimmen Panikattacken. Ich weiß nicht genau wann es angefangen hat und ich weiß ebenfalls nicht durch was es ausgelöst worden ist.
ich habe vor ca. 2Monaten mit verschiedenen Therapieversuchen angefangen, habe jedoch das Gefühl ich trete sprichwörtlich auf der Stelle!
Es wird eigentlich immer schlimmer und nicht besser, ich kann mit meiner Familie über nichts anderes mehr sprechen und denke dass ich die anderen auch sehr damit belaste.
Ich bin sehr verzweifelt, weil ich den ganzen Tag nur noch daran denken kann ob ich vielleicht verrückt geworden bin oder ob ich mir am besten das Leben nehmen soll damit es so schnell wie möglich weg ist.
Kann mir vielleicht jemand helfen wie ich diese blöden Gedanken aus meinem Kopf verbannen kann???

Vielen Dank


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 Betreff des Beitrags: Re: Kann mir jemand helfen?
BeitragVerfasst: 24.Jan.2012, 19:04 
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Registriert: 02.Aug.2011, 19:59
Beiträge: 124
hallo


hab keine angst du wirst nicht verrückt , es ist nur sehr unangenehm , ich hatte das erste mal Panikatacken mit 20 die haben 7 mon gehalten und dan wahren die weg, jetzt bin ich 44 und habe Angststörung und groooooooooße angst vor dem allein sein, das löst sofort eine PA aus. und so hab ich ein Vermeidungsverhalten entwickelt.


du musst geduld haben und weiter Therapie machen .

LG


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 Betreff des Beitrags: Re: Kann mir jemand helfen?
BeitragVerfasst: 24.Jan.2012, 19:05 
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Registriert: 23.Jan.2012, 21:13
Beiträge: 20
Hallo du!

1. Du wirst definitiv nicht verrückt. Die Angst vorm Verrücktwerden haben wir alle hier (oder die meisten) immer mal wieder, das gehört dazu, ist vielleicht sogar ne "normale" Begleiterscheinung von PAs.

2. Nicht den Mut verlieren! Meine PAs waren am Anfang (vor sechs Jahren) auch dermaßen schlimm, dass ich dachte ein normales Leben wird nie mehr möglich sein bzw. dass ich sterben müsste. Unglaublich aber wahr: es geht weiter und es wird besser.

Ich habe auch immer den Gedanken, dass ich mir nahe stehende Personen mit meinen PA-Problemen "belaste" oder gar "nerve". Meistens ist das nicht der Fall. Wenn doch: Hier sind viele Gleichgesinnte, mit denen du dich austauschen kannst. Oder du quatschst einen Therapeuten voll, das ist immerhin deren Job ;).


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 Betreff des Beitrags: Re: Kann mir jemand helfen?
BeitragVerfasst: 24.Jan.2012, 20:03 
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Registriert: 24.Jan.2012, 18:40
Beiträge: 4
Danke dass ihr mir so schnell geantwortet habt!
Es ist schön zu wissen dass man nicht allein ist!
Vielleicht könnt ihr mir erzählen wie es bei euch angefangen hat, da ich immernoch nach einem Auslöser suche!

Würde mich über eure Antworten freuen
LG


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 Betreff des Beitrags: Re: Kann mir jemand helfen?
BeitragVerfasst: 24.Jan.2012, 20:44 
Offline

Registriert: 23.Jan.2012, 21:13
Beiträge: 20
Angefangen hat es bei mir - wie bei den meisten - ohne erkennbaren Grund.

Ich war im Fitnessstudio, saß auf einem Spinningrad und las einen kleinen Text auf der Anzeige, in dem es hieß, wenn einem auf dem Rad plötzlich übel wird, solle man umgehend einen Arzt aufsuchen. Und ich dachte mir für eine Millisekunde "Ohje, was wäre denn jetzt, wenn mir plötzlich schlecht werden würde?" Und eine weitere Sekunde später war ich mittendrin in meiner ersten Panikattacke. Natürlich wusste ich da noch nicht, was das ist und dachte ich hätte einen Herzanfall.
Ich war damals 18 und rief meinen Vater an, dass der mich abholen kommen solle. Ich lag dann eine Stunde zu Hause auf dem Sofa und hatte die Attacke.
Ich war darüber verwundert, dass meine sonst so ängstliche Mutter nicht so große Angst um mich hatte wie ich. Das war einfach deshalb, weil mein Zustand von außen gar nicht bedrohlich aussah, ich fühlte mich nur so. Die erste Attacke ging insgesamt ungefähr drei Tage mit immer unterschiedlicher Intensität.

Am dritten Tag kam meine Mutter von der Arbeit und erzählte mir sie habe mit einer befreundeten Heilpraktikerin gesprochen, die sich nach mir erkundigt hätte.

Ich hatte damals gerade eine schlimme Beziehung beendet mit einem Kerl, der mich mehrfach geschlagen und verletzt, beleidigt und bedroht hatte. Die Beziehung hatte neun Monate gedauert. Diese Heilpraktikerin hatte natürlich auch etwas davon mitbekommen, dass meine Beziehung alles andere als gesund war.

Jedenfalls diese Heilpraktikerin fragte meine Mutter, ohne dass sie von meinem momentanen Zustand wusste, ganz unvoreingenommen ob ich denn etwa Panikattacken hätte. Das sei keine Seltenheit, wenn man sowas mitgemacht habe. Ab diesem Zeitpunkt wusste ich also, was das ist, was mit mir vorgeht.

Ich habe dann viel gelesen und hatte eine Sitzung bei dieser Heilpraktikerin. Sie hat mir viele Ansätze geliefert wo die Attacken her kommen könnten.
Meistens ist die Wurzel allen Übels schon eine Weile her, man hat überhaupt keine Idee warum man plötzlich Panikattacken hat. Die schlimme Beziehung war bei mir lediglich der Auslöser gewesen, der "das Fass zum Überlaufen gebracht hatte".

Mit 11, 12 Jahren hatte ich eine schlimme Phase gehabt. Meine Mitschüler hatten grundlos begonnen mich zu mobben. Ich war darüber so erschrocken, dass ich mich nie gewehrt habe, sondern versucht habe, es ihnen recht zu machen. Natürlich waren meine Versuche sinnlos und sie fanden immer neue Dinge, mit denen sie mich mobben konnten. Ich hatte also eine Erfahrung großer Hilflosigkeit und Machtlosigkeit, wodurch ich mich mit der Zeit wertlos fühlte. Dieses Gefühl ist mir erhalten geblieben, selbst nachdem die Mobberei irgendwann (ganz von allein) aufhörte.
Diese Geisteshaltung hat mir eine Reihe übler Beziehungen eingebrockt, in denen mich der Mann so behandelte, wie ich mich fühlte: als wäre ich nichts wert. Diese letzte Alptraumbeziehung war lediglich der Gipfel des Eisbergs.

Ich habe also eine ungefähre Vorstellung woher die PAs kommen, habe jedoch nie eine Therapie gemacht oder Ähnliches. Vielleicht hätte ich es tun sollen. Die Panikattacken sind mittlerweile meistens erträglich und ich kann ein einigermaßen normales Leben leben. Natürlich gibt es schlimme Tage und Rückschläge, die mich wieder an meinem Weg zweifeln lassen.
Vielleicht kommt der Tag, an dem ich die Sache mit einer Therapie mal in Angriff nehme.

So viel zu meiner Geschichte (ziemlich lang) :-)


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 Betreff des Beitrags: Re: Kann mir jemand helfen?
BeitragVerfasst: 24.Jan.2012, 22:06 
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Registriert: 24.Jan.2012, 18:40
Beiträge: 4
Sehr interessant und außerdem gut zu wissen wo es herkommt. Ich versuche es weiterhin heraus zu finden. Habe jedefalls das Gefühl es ist am Besten wenn man einfach mal darüber spricht ("Nur sprechenden Menschen kann geholfen werden")!
Hast du denn auch heute noch das Gefühl das die Angst manchmal stärker ist als du?
Ich denke oft, dass ich es nicht mehr lang aushalte und am liebsten laut schreien würde!


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 Betreff des Beitrags: Re: Kann mir jemand helfen?
BeitragVerfasst: 24.Jan.2012, 22:16 
Offline

Registriert: 23.Jan.2012, 21:13
Beiträge: 20
Ja, das Gefühl habe ich oft. Gestern zum Beispiel.
Ich bekam mitten auf der Straße auf dem Weg zu meinem Nebenjob eine so heftige Panikattacke, dass ich zurück nach Hause flüchten musste und meinem Chef gesagt habe, ich wäre krank.

Eine Stunde später war alles vorbei und ich habe mich ziemlich dafür verurteilt, dass ich nicht stärker war als meine Angst in diesem Moment. Das sind immer die Momente, in denen man sich "nicht normal" fühlt und ganz anders als all die Menschen, die ihr Leben ohne Panik und Angst leben können. Ich fühle mich distanziert von ihnen in diesen Augenblicken.

Aber diese "schwachen Tage" werden mit der Zeit weniger. Ich hoffe irgendwann gibt es sie gar nicht mehr.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kann mir jemand helfen?
BeitragVerfasst: 27.Jan.2012, 06:55 
Offline

Registriert: 02.Aug.2011, 19:59
Beiträge: 124
hallo


also ich bekam meine erste PA mit 20 jetzt bin ich 44.

die erste zeit war schlimm, aber nach 7 mon hab ich die überwunden bis vor 5 jahre.

ich hab schon eine hypnosethe. und ein tiefenpsychologische . beide haben nichts gebracht aber ich habe mir sagen lassen man soll nicht lange warten mit einer Ther. weil dann alles noch länger dauert.



LG


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 Betreff des Beitrags: Re: Kann mir jemand helfen?
BeitragVerfasst: 28.Jan.2012, 17:59 
Offline

Registriert: 26.Jan.2012, 10:14
Beiträge: 3
Hallo SarahMee!
Wie äußern sich Deine Panikattacken?
Weißt Du,bei jedem gibt es andere Ursachen.
Ich habe in 2 Jahren sehr viel über mich gelernt und mich kennengelernt.
Die Ursache kannst nur Du allein beheben.
Liebe Grüße Anne


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 Betreff des Beitrags: Re: Kann mir jemand helfen?
BeitragVerfasst: 15.Feb.2012, 18:52 
Offline

Registriert: 24.Jan.2012, 18:40
Beiträge: 4
Ich habe festgestellt dass ich oft PA's bekomme wenn ich allein bin! Oder in kleinen geschlossenen Räumen! Deshalb versuche ich zur Zeit so wenig wie möglich allein zu sein nur wenn es wirklich sein muss!
Mir hat mal jemand gesagt wenn man eine PA bekommt sollte man so schnell wie möglich so viel wie möglich in seiner Umgebung ändern also z.B sich einmal komplett umziehen oder falls man zu Hause ist, so schnell wie möglich die Jacke anziehen und vor die Tür gehen.
Ich hab das mal ausprobiert und es wirklich was gebracht.
Könnt ohr ja auch mal ausprobieren!!!

LG


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