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Hallo...
ich bin 21 Jahre alt und leide schon seit über 11 Jahren an Sozialer Angst und Angst vor Ablehnung... Diese Tatsache ist wohl auf meine Eltern zurückzuführen...ich bin die jüngste mit einem Abstand von 8 und 11 Jahren meiner zwei Schwestern..meine Mutter hat seit ich denken kann immer versucht, mich so, wie sie es gerne hätte "zurecht zu ziehen"...ich habe also immer versucht meinen Eltern bzw. meiner Mutter zu gefallen.. Irgendwann habe ich jedoch gemerkt, dass ich nicht so sein will, wie meine Mutter und aufgehört mich für sie zurecht zu biegen...doch da war es schon um mich geschehen... die Worte meiner Mutter "Guck nicht so böse", "lauf mal gerade", "lächle mehr, sonst denken andere schlecht über dich.." haben sich in mein Gedächtnis eingebrannt...ich mache mir bis heute Gedanken darüber, wie ich aussehe, auf andere wirke und ob ich akzeptiert und gemocht werde... meine Eltern haben mir auch immer eingeprägt, dass ich gute Noten schreiben muss und wie meine älteste Schwester studieren soll und etwas erreichen muss, womit sie sich besser fühlen und angeben können... Der Druck für mich war zu hoch...ständig quälende Gedanken, was meine Mitschüler von mir halten, die Angst frei zu sprechen, weil ich negativ auffallen und jemand nicht gefallen könnte, die Angst davor eine schlechte Note zu schreiben und gleichzeitig der Widerruf in mir, dass ich nicht das tun möchte, was die Frau mir sagt, von der ich die Ängst habe, ließen mich versagen... ich zog mich von meinen Mitschülern zurück aus Angst sie konnten mich ablehnen...damit erreichte ich allerdings genau das...ich fühlte mich einsam und ausgeschlossen, obwohl ich dies ja selbst zu verantworten hatte...ich wurde zum Mobbing-Opfer und schrieb schlechte Noten, fehlte häufig in der Schule... als meine Eltern mir dann einen Schulwechsel, den ich als einzigen Ausweg sah verweigerten, folgte mein erster Selbstmordversuch... ich ritzte mich mit einer stumpfen klinge und schluckte ungefähr 16 Schmerztabletten... ich quälte mich darauf hin ca. 8 Stunden mit Krämpfen und Erbrechen und hoffte nur darauf bald zu sterben... bis eine Stimme in mir hoch kam und mir sagte "du willst leben, steh auf!" ich stand also auf und ließ mich von meinem Vater ins Krankenhaus fahren...was dann dort genau passierte habe ich gar nicht richtig mitbekommen...nach ein paar Tagen ging mein Leben wie vorher weiter... ich erinnere mich an meinen Vater, der an meinem Bett stand und mir auch noch Vorwürfe machte "ich verstehe nicht, wie du das tun kannst, du hast doch alles! Ein schönes Zimmer, dein eigenes Bad.." ich habe ein wenig später gesagt, dass ich das getan haben, weil ich gemobbt wurde...aber das war ja nicht der einzige Grund...mir fehlte die Liebe seitens meiner Familie... mein Vater hat es bis heute nicht verstanden... einige Wochen danach ging ich noch vor den Sommerferien in eine Klasse unter mir... ich muss sagen, ab da habe ich das erste mal gelebt...ich habe Freunde gefunden, nette Jungs kennen gelernt. Zu diesem Zeitpunkt habe ich auch eine Therapie gemacht...ich schaffte es meine Ängste häufig zu überwinden und Kontakte zu knüpfen...nur schaffte ich die Schule nebenbei nicht und blieb sitzen... ich hatte endlich alles und wurde wieder hinaus gerissen... ich konnte diese Demütigung nicht ertragen und wechselte die Schule... vom Gymnasium auf die Fachoberschule...dort ging es mir dann auch wieder besser...ich fand dort ebenfalls wieder ein paar Freunde, allerdings hatte ich immer noch Ängste und musste mich aus einigen Aktivitäten wieder zurückziehen... zu der Zeit hatte ich auch einen Freund, der mich am liebsten nur für sich haben wollte...ihm zu liebe bin ich dann wieder weniger weggegangen mit meinen Freunden vom Gymnasium und verlor so nach und nach den Kontakt und die Ängste wurden wieder schlimmer und größer... um das Ende kurz zusammenzufassen.. ich haben die Fachhochschulreife erfolgreich erlangt, allerdings hätte ich es noch besser schaffen können...da ich mich nicht entscheiden konnte,was ich danach machen sollte, habe ich auf den letzen Drücker eine Ausbildung angefangen, in der Tod unglücklich bin...ich hasse den Beruf und meinen Betrieb...ich wohne jetzt mit meinem Freund von damals zusammen, gehen kaum noch raus und schaffe es nicht meine alten Kontakten wieder aufzubauen, aus Angst erklären zu müssen, warum ich so lange nichts unternehmen wollte und weil die Angst mich förmlich auffrisst...zudem wohne ich 35 km von meinen alten Freunden entfernt, weil ich wegen meiner Ausbildungsstelle weggezogen bin...das vergrößert meine Hemmungen nochmal... ich wohne seit ein bisschen mehr als einem Jahr mit meinem Freund zusammen und die Streitereien zwischen uns werden immer schlimmer... ich weine jede Woche, in letzter Zeit beinahe täglich... es geht mir bei meiner Arbeiten schlecht, weil ich die Tätigkeit furchtbar finde und meine Ausbilderin mich ständig quält und mein Privatleben geht auch den Bach runter... ich weiss mittlerweile nicht mehr, was ich noch tun soll...die Ängste und Phobien werden immer stärker und ich fasse weder im Privat- noch im Berufsleben richtig Fuß... es geht sogar schon so schlecht, dass ich gestern das erste mal nach ich glaube 5 Jahren wieder angefangen habe mich zu ritzen... ich warte verzweifelt auf einen Therapieplatz und quäle mich in der Zeit durchs leben...
ich möchte denen danken, die sich die Zeit genommen haben meinen langen Text zu lesen...
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