Entschuldigung, dass ihr so viel lesen müsst, ich verspreche euch, meine nächsten Beiträge werden kürzer.
Seit Tagen bin ich hier im Forum und lese eure Beiträge. Nach zwei (leider erfolglosen) Re-gistrierungen (war meine Schuld, war wohl zu doof), bin ich nun endlich mit dem Aktivie-rungslink hier. Bis der Aktivierungslink kam, hab ich in Word meine Geschichte schon mal aufgeschrieben.
Ich sage erst mal allen Forumsmitgliedern hier einen schönen guten Tag, obwohl für viele von euch (uns) die Tage nicht gerade gut sind.
Ich möchte euch meine Geschichte erzählen und hoffe, ihr könnt mich in meiner momentanen Situation unterstützen und mir helfen.
Ich bin 57 Jahre alt, mit einem tollen Mann verheiratet und habe eine 22-jährige Tochter, die noch zuhause lebt, da sie studiert.
Schon immer habe ich wahnsinnige Angst vor irgendwelchen schlimmen Krankheiten, aber darauf möchte ich nicht näher eingehen, da viele von Euch das Problem kennen und ich schon viel hier darüber gelesen habe.
Vor einigen Jahren hatte ich Panikattacken, die ich aber durch die Einnahme von Citalopram (erst 20 dann 30mg täglich) sehr gut im Griff hatte. Ich ging vorher kaum mehr aus dem Haus vor Angst. Angst vor was ? Das weiß ich heute noch nicht. Ich habe auch eine Therapie ange-fangen, leider bei der falschen Therapeutin, was nützt mir eine Therapeutin, die fast anfängt zu weinen, wenn sie meine Geschichte hört.
Citalopram habe ich bis Mitte 2011 genommen fast 6 Jahre lang. Dann hatte ich eine Gallen-blasenentfernung und habe das zum Anlass genommen, dieses Mittel schleichend abzusetzen. Das ging auch ganz gut, zuletzt war ich bei 10mg am Tag, die tägliche Einnahme hab ich mir verkniffen und alle zwei bis drei Tage eine genommen.
So weit, so gut bis Ende Oktober 2011.
Zuerst verstarb mein Schwager an Lungenkrebs

Allein das macht mir Panik, weil ich rauche und es nicht schaffe, aufzuhören.
Am 11. November verstarb meine Schwiegermutter sehr plötzlich und unerwartet, zu ihr hatte ich ein sehr gutes Verhältnis, sie war wie meine eigene Mutter. Wir lebten zusammen in einem Haus.
Einige Wochen später verstarb meine Mutter, dies auch noch vor Weihnachten.
Irgendwann im Dezember fing es dann an: Ich kann das Gefühl gar nicht beschreiben, erst ein eigenartiges Magengefühl, dann wahnsinnige Unruhe, mein Herz klopfte wie verrückt, liegen oder sitzen konnte ich gar nicht, das überkam mich wie Wallungen – Hitze, Kälte, Zittern, Angst……
Ich nahm den Blutdruckmesser und: 180:110 Blutdruck. Natürlich stieg der stetig, da ich im-mer mehr Angst bekam. Mein Mann ist dann mit mir zum Notarzt gefahren in der Nacht, der hat den Blutdruck auch trotz Sofortmittel unter die Zunge, nicht wesentlich nach unten ge-bracht (160/95). Er gab mir eine Valium, damit ich wieder runterkomme. Darauf hab ich na-türlich auch super gut geschlafen. Aber mein Blutdruck blieb hoch. Also ab zum Hausarzt, Langzeitblutdruckmessung und großes Blutbild (wobei ich da Anteile selbst gezahlt habe, ich wollte alles wissen). Ergebnis des Blutbildes: Außer etwas erhöhten Leukos und Cholesterin war alles super in Ordnung. Blutdruck 24-Stunden Messung ergab hohen Blutdruck. Also, ab zum Kardiologen, Herzultraschall, Belastungs- und Ruhe-EKG, kein Ergebnis. Ich gehöre wohl zu den 40 Prozent Bluthochdruckmenschen die keine organische Ursache haben.
Bekam Blutdrucktabletten. Panikattacken hab ich aber trotzdem noch, gerade vorgestern wie-der, auch hier hat mir nur eine Valium geholfen, der Blutdruck war wieder so hoch. Natürlich wurde dadurch die Panik immer größer.
Dazu kommt noch, dass sie bei meinem Mann eine Biopsie der Prostata gemacht haben, da die Werte bedenklich waren. Auch das belastet mich sehr.
Nun nochmal kurz das Gefühl bei einer – so wie ich meine – Panikattacke:
Ich fühle mich ganz normal, und wie vom Blitz merke ich auf einmal das eigenartige Gefühl im Bauch, werde unruhig, mein Herz fängt an zu klopfen (Puls ist dabei immer normal) und ich kriege einfach Angst.
Ich möchte kein Valium oder Ähnliches nehmen, das macht abhängig. Ok, zwei in ca. 6 Wochen sind glaube ich noch verträglich, also für die äußersten Notfälle. Am 6. März geh ich zum Neurologen/Psychiater und rede mit ihm über ein neues Mittel, das er mir verordnen soll.
Ich habe einfach Angst, dass hinter diesem eigenartigen Gefühl eine schlimme Krankheit steckt, die ich bisher noch nicht herausgefunden habe, denn die Symptome passen nicht auf Krankheiten wie Krebs etc.
Nur bei der Lunge hab ich große Angst, ich rauche und hab Husten, aber allein der Gedanke, die Lunge mal röntgen zu lassen….. ich schaff das nicht, weil ich vor dem Ergebnis noch grö-ßere Angst habe.
Danke für eure Antworten. MFG R. Gudrun