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Sabrina
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Betreff des Beitrags: Hallo, ich bin neu hier Verfasst: 12.Mär.2010, 16:46 |
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Registriert: 12.Mär.2010, 15:31 Beiträge: 7
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Ich bin 22 Jahre alt und weiblich, schüchtern war ich schon immer, wenn es darum ging Vorträge zu halten oder vor der Klasse vorzusprechen. Ich wollte auch nie was falsches sagen und hatte schon immer die Angst mich zu blamieren. Im Freundeskreis hingegen galt ich immer als die Starke, die alles schafft und alles sagt, ohne sich groß Gedanken darum zu machen. Sehr selbstbewusst, meinten alle. Ich war auch immer ein fröhlicher Mensch, ging gerne feiern und tanzte sogar auf den Podesten. Ich muss aber sagen, dass ich auf solchen Partys immer viel getrunken habe und deswegen auch so offen war. Die erste Panikattacke hatte ich vor ca zwei Jahren. Ich bin von der Disco allein nach Hause gefahren und war wirklich müde. Da schreckte ich plötzlich auf und es fühle sich so an, als würde irgendwas in mir hochsteigen. Ich atmete einige Male tief ein und dann gings wieder, trotzdem hab ich mir Gedanken drum gemacht, vor allem als es wieder und wieder mal passierte. Nachts hatte ich dann immer Herzrasen und schreckt immer im Schlaf hoch, bis ich einmal vor Erschöpfung richtig eingeschlafen war. Es ging einige Wochen so, dann war es aber weg und ich habe mir keine Gedanken mehr darum gemacht. Dann war es auf dem Weg zur Arbeit. Ich musste den Bus verlassen, weil ich dachte zusammen zu brechen. Hab meinen Stiefvater daraufhin angerufen, der mich abholte. Allein Zuhause gings mir dann besser. Dann hab ich einmal bei meiner besten Freundin übernachtet und mitten im Schlaf bekam ich Herzrasen und mir wurde kalt. Da ließ ich mich wieder abholen. Daraufhin begann ich weniger zu trinken, da ich dachte, dass es am Alkohol liegen könnte oder an dem Red Bull. Vor zwei Monaten kam es aber dann richtig helftig. Hatte eine neue Arbeit, die mir gar nicht gefiel und auch meine Pille habe ich gewechselt. Plötzlich bekamm ich die Panik in der S-Bahn. Ich zitterte schrecklich und hatte Angst gleich umzufallen. Ich hab mich versucht zu beruhigen und diese Zitteranfälle unter Kontrolle zu bekommen, doch es half nicht. Auf der Arbeit ging es dann wieder, am Nachmittag kam es wieder zurück. Das ging dann jeden Tag so, bis ich zum Arzt bin. Der hat Panikattacken bei mir festgestellt und mir Syneudon, also Antidepressiva verschrieben. Ich nehme jeden Abend eine halbe Tablette. Irgendwie bringt mir die aber nicht viel, die Attacken habe ich immer noch, wenn auch seltener. Das könnte aber auch daran liegen, dass ich meine Arbeit gekündigt habe und die meiste Zeit nun Zuhause bin. Vir einem Monat konnte ich nicht mal mehr einkaufen gehen, doch jetzt geht es wieder. Trinken tu ich nun gar nicht mehr. Meine Freunde kommen zu mir und wir spielen abends Poker. Da ich aber weiß, dass ich nicht Zuhause bleiben kann und auch einmal raus muss, um mich dieser Angst zu stellen, bin ich mit meinen Freunden in die Disco. Ich war sowas von nervös und innerlich verkrampft, dass glaubt ihr mir gar nicht. Zum Glück hatte ich aber keine Attacke. Mein Freund hilft mir wo er kann, doch er weiß ja auch nicht genau was zu tun ist, genauso wenig wie ich. Wirkliche Attacken in den letzten zwei Monaten hatte ich so ca 4, jeden Tag aber habe ich dieses komische Gefühl. Diese Angst, dass es wieder kommen könnte. Auch Zuhause geht es mir schlecht und ich habe auch die Angst depressiv zu werden. Ich lenk mich dann ab. Meistens gehts und es kommt nicht zu einer Attacken. Ich suche auch schon einen Psychotherapeut, die meisten sind aber ausgebucht und ich muss warten. Zum Neurologen will ich auch einmal gehen, um festzustellen, dass es wirklich nichts körperliches ist. Mein Hausarzt hatte mich nämlich nicht untersucht, sondern anhand meiner Beschreibung die Diagnose gestellt. Meine Antibabypille wechsel ich jetzt auch wieder, denn vielleicht liegt es auch an ihr, dass diese Attacken so schlimm geworden sind. Von einem Unwohlsein zu einer reinen Panik, da muss es ja einen Auslöser gegeben haben. Meine Frauenärztin hat gesagt, dass es möglich wäre, also mal gucken. Ich hoffe, dass das alles bald nachlässt, denn ab Montag fange ich in einer neuen Firma an und ich habe solche Angst, dass ich da eine Attacke bekomme. Dieses Zittern ist am schlimmsten, ich denke immer, dass ich gleich umfalle und Krämpfe bekommen könnte, da meine Mutter Epilepsie hat. Ich wurde als Kind untersucht und habe es nicht von ihr geerbt, doch ich möchte mich lieber noch einmal untersuchen lassen. Das schlimme daran ist aber, dass das Warten im Warteraum schon eine Qual ist. Ich würde mich über Antworten von euch freuen, denn man fühlt sich mit diesen Ängsten wirklich alleine, da keiner einen verstehen kann. Achja, tut mir leid wegen dem langen Text 
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claudia333
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Betreff des Beitrags: Re: Hallo, ich bin neu hier Verfasst: 12.Mär.2010, 18:23 |
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Registriert: 22.Feb.2010, 11:44 Beiträge: 48
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Liebe Sabrina, ein Teil von dem, was Du beschreibst, kann ich sehr gut nachvollziehen. Ich war in der Schule eher ruhig, privat aber sehr dann doch sehr selbstbewusst, habe Jugendgruppen geleitet, mich nie gefürchtet meine Meinung zu vertreten und jeder hat mir viel zugetraut. Im Beruf habe ich in kleinen Meetings auch nie ein Problem gehabt, aber wehe ich müsste nun vor einer Gruppe präsentieren - da kamen dann sofort die Panikattacken in mir hoch und irgendwie kam ich aus den Situationen immer wieder heraus, konnte mich drücken etc. Auch vor Rethoriktrainings habe ich mich immer gedrückt (was ich sehr bereue). Irgendwie ging jahrelang selbst in einer Management Position alles gut, bis ich letztes Jahr aus der Freiberuflichkeit wieder in einen Vollzeitjob gewechselt habe und ich leider doch mehr präsentieren sollte als ich dachte. Ich bekam nur noch Panikanfälle, wodurch ich einen Gastritisanfall nach dem anderen hatte und schließlich meinen neuen Job leider an den Nagel hängen musste, da ich gar nicht mehr gesund wurde. Ich hatte mich ein eine totale Depression gesteigert, die nun zu Anfang dieses Jahres richtig heraus kam. Was ich Dir nur sagen kann: es ist vielleicht gut, dass Dir Dein Körper und Deine Psyche so früh schon klar macht, dass irgendetwas nicht stimmt. Du bist erst 22 und hast viel Zeit Dein Problem anzupacken und zu versuchen eine Balance zu schaffen. Ich habe im Dezember mit Psychotherapie begonnen und hier haben wir sehr schnell herausgefunden, dass ich meine Angst durch einige Traumas entwickelt habe. Daran versuche ich nun zu arbeiten. Gleichzeitig sind während der letzten Jahre einige Bereiche meines Lebens aus dem Gleichgewicht geraten und wenn sich zu viele Probleme anhäufen wird es auf einmal alles zu viel und ein wackeliges Fundament bricht einfach zusammen. Ich bin 44 und muss nun beginnen mir mein Fundament neu zu festigen und ich wünschte, dass ich bereits von 20 Jahren die Notbremse gezogen habe, denn ich wußte bereits damals, dass in meinem Leben nicht alles glatt und harmonisch läuft. Ich hoffe das ergibt irgendwie Sinn für Dich... Ich würde auf jeden Fall erstmal medizinisch und hormonell alles abklären, denn leider haben insbesondere die Hormone doch einen heftigen Einfluss auf unser Wohlbefinden. Dann würde ich an Deine Stelle versuchen mit einer Psychotherapie zu beginnen, damit Du mit einem Fachmann an Deinen Problemen arbeiten kannst. Es wäre auch besser, wenn ein Neurologe oder ein Psychiater Dein Antidepressivum überprüft, denn Hausärzte sind hier meist nicht die Experten. Meine Ärztin hatte mir ein Mittel empfohlen, dass weder meine Therapeutin oder meine Psychiaterin an der Stelle für mich gewählt hätten und ich hatte es auch glücklicherweise noch nicht genommen. Du stehst glücklicherweise noch recht am Anfang und kannst hoffentlich recht schnell Deine Reaktionen wieder in den Griff bekommen. Ich würde auch mit Entspannungsübungen beginnen. Wo wohnst Du denn? Z. B. gibt es für den Niederrhein folgende Adresse: http://www.kvno.de/buerger/zip.htmldie Zentrale Informationsbörse für Psychotherapie - die vermitteln Dir Therapeuten, die einen Platz frei haben. Vielleicht können die Dir die Vermittlungsstelle für Deine Gegend geben. Liebe Grüße, Claudia
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Sabrina
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Betreff des Beitrags: Re: Hallo, ich bin neu hier Verfasst: 12.Mär.2010, 21:04 |
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Registriert: 12.Mär.2010, 15:31 Beiträge: 7
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Liebe Claudia, danke für deine Antwort zunächst einmal. Die Tipps finde ich gut und ich habe auch schon die Zentrale angerufen, leider eine Stunde nach den Sprechzeiten. Ich werde es am Montag noch einmal versuchen. Ich wohne in Frankfurt am Main. Am Montag werde ich nach der Arbeit zu meinem Hausarzt gehen und mir eine Überweisung holen. Dann werde ich mir einen Neurologen in meiner Nähe suchen und dort einmal hingehen. Ich habe mir heute bei der Apotheke Baldriantabletten geholt. Die möchste ich nehmen, falls es wirklich gar nicht mehr auf der Arbeit geht. Als Sicherheit. Doch ich muss am Montag erst mal einen Arzt anrufen und nachfragen, ob ich die überhaupt nehmen darf, weil ich ja Antideprissiva nehme. Ich verstehe auch worauf du hinaus willst und damit liegst du auch nicht falsch, denn je früher man eine Krankheit erkennt, umso einfacher und leichter kann man sie wieder heilen. Ich hoffe doch sehr, dass auch du damit bald besser zurecht kommst und es dir in Zukunft wieder besser geht. Gerade geht es mir wieder nicht so gut, dieses komische Gefühl und dieses Unwohlsein ist abends immer am schlimmsten, doch ich werde jetzt ein wenig Fernsehn und mich damit ablenken. Liebe Grüße und noch einmal danke für die Tipps 
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claudia333
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Betreff des Beitrags: Re: Hallo, ich bin neu hier Verfasst: 13.Mär.2010, 09:47 |
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Registriert: 22.Feb.2010, 11:44 Beiträge: 48
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Liebe Sabrina,
ich hoffe, dass Du rasch bei einem Therapeuten unterkommmst und dass Du auch bald ruhiger wirst. Bei mir geht es ja auch immer noch auf und ab (bin mit dem AD ja auch erst in der Anfangsphase), aber wenigstens geht es mir allgemein besser. Ich denke Angst vor Rückfällen hat man immer.
Pass gut auf Dich auf und viel, viel Erfolg nächste Woche!
Claudia
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