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Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Wer bin ich, wo bin ich...
BeitragVerfasst: 28.Jul.2011, 14:53 
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Registriert: 26.Jul.2011, 18:32
Beiträge: 22
Ich sitz jetzt seit 3 Tagen zuhause, den ganzen Tag vorm pc, entweder in facebook oder hier in dem Forum und warte bis der Tag vergeht... Dieses Gefühl hatte ich schon länger nicht mehr, dass mir alles so unreal vorkommt, als stände mein Geist neben meinem Körper, ich bin so uneins ich weiß nicht mehr wer ich bin, was ich will, was ich denke, was ich tu, ich lauf verwirrt von einem Zimmer ins andere und weiß nicht wo hin mit mir und sitz am Ende wieder am PC... ich hätte Sachen zu erledigen, wichtige Sachen -für die ich vorerst nicht mal das Haus verlassen müsste- aber allein beim Gedanken daran vergeht mir schon wieder alles... Ich würd gern irgendwohin aber ich weiß nicht wo ich würd gern irgendwas machen ich weiß aber nicht was, bloß nichts mit Menschen - obwohl ich den Kontakt so sehr bräuchte :cry: ... Ich hab das Gefühl schön langsam verlern ich das Reden, mein Kopf ist so durcheinander dass ich nicht mal einen Satz bilden kann, und wenn dann ist das auch schon das einzige... Gespräch?? tzzz
Ich weiß nicht weiter, ich brauch Hilfe ich brauch was zu tun ich brauch Halt ich brauch Antrieb, Kraft, Motivation, wie lang hält der Zustand noch an?!
Ich müsste einfach meinen Hintern hochkriegen aber ich versink gerade im Nichts...

_________________
*Melancholie ist das Glück traurig zu sein*


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 Betreff des Beitrags: Re: Wer bin ich, wo bin ich...
BeitragVerfasst: 29.Jul.2011, 09:17 
Hallo somewhere-else,
ich habe deinen beitrag gelesen und mich wiedergefunden - danke für deine offenheit. niemand hat dir geantwortet und das fand ich schade.

nun habe ich mich angemeldet und die_morgen genannt, weil ich eine frau bin und mir mit diesem namen selbst hoffnung auf ein morgen machen will. jeden tag geht die sonne neu auf, wenn nicht hier, dann irgendwo und das ist doch schon hoffnung genug, finde ich.

ich wünsche dir geduld mit dir - zwing dich nicht, es geht vorbei. immer wenn ich mich zwinge, dann geht es mir nur noch schlechter, also lass ich es gut sein und wart einfach mal ab.

ich hab mir beim bäcker frühstück geholt. gleich kam meine katze und setzte sich auf die fensterbank und wollte ihren teil abhaben. ich hab in den garten geschaut und es blüht und die blüten sind einfach da - sie fragen nicht, wer sie anschaut und ob sie jemand schön findet.

ich wünsch dir, dass du heute etwas für dich schönes findest.

ich wünsch dir, dass du dankbar dafür sein kannst und es ganz genau anschauen kannst, denn es ist nur für dich.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wer bin ich, wo bin ich...
BeitragVerfasst: 29.Jul.2011, 21:15 
Offline

Registriert: 26.Jul.2011, 18:32
Beiträge: 22
vielen dank für die tolle antwort die_morgen! :)

aber das einzige was ich heute ´schön´ fand war mal wieder das essen das ich den ganzen tag in mich reingestopft hab... :P
ich will mich zu nichts zwingen ich will mich aber auch nicht so hängen lassen, und erst recht will ich eigentlich nicht in selbstmitleid verfallen aber ich muss schon sagen zurzeit gehts mir echt bescheiden :cry:
auch der zustand wird wieder vorbeigehen, ich weiß, aber das macht es im moment leider auch nicht besser...

_________________
*Melancholie ist das Glück traurig zu sein*


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 Betreff des Beitrags: Re: Wer bin ich, wo bin ich...
BeitragVerfasst: 30.Jul.2011, 01:10 
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Registriert: 26.Apr.2011, 14:34
Beiträge: 225
hallo ihr beiden!

ich kenne solche phasen auch...aber obwohl die morgen recht hat, dass es nicht bringt, sich unter druck zu setzen, aber einfach abwarten solltest du auch nicht. du fühlst dich doch in deiner haut zu hause nicht wohl...also: vergiss zunächst deine erledigungen. die "ich muss" gedanken erzeugen nur druck und der ist grad gar nicht hilfreich.
versuch doch mal dir wirklich kleine ziele zu setzen: mach einen spaziergang um den block. 5 minuten. nicht mehr. das zweite ziel ist eine größere herausforderung usw.
die auseinandersetzung mit deinen eigenen sorgen und ohne richtigen kontakt zur außenwelt über tage hinweg ist nicht gut für dich. das spürst du auch selber. es wird zeit kleine schritte zurück in die welt zu machen, oder?! :D

lg


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 Betreff des Beitrags: Re: Wer bin ich, wo bin ich...
BeitragVerfasst: 30.Jul.2011, 13:54 
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Registriert: 26.Jul.2011, 18:32
Beiträge: 22
zimtsternlein hat geschrieben:
es wird zeit kleine schritte zurück in die welt zu machen, oder?! :D

da hast du vollkommen recht ^^ das mit dem spaziergang werd ich heut denk ich in die tat umsetzten und dann mal schauen wie ich mich weiter beschäftigen kann.
Danke :)
LG

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*Melancholie ist das Glück traurig zu sein*


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 Betreff des Beitrags: Re: Wer bin ich, wo bin ich...
BeitragVerfasst: 30.Jul.2011, 21:35 
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Registriert: 26.Jul.2011, 18:32
Beiträge: 22
also spaziergang hab ich heute zwar keinen gemacht obwohl ich teilweise sogar echt große lust darauf gehabt hätte :oops: aber das wär dann wohl doch zu viel gewesen fürs erste... aber ich hab trotzdem ganz spontan das haus verlassen und bin mit zum einkaufen gefahren :zustim :-P

und ich hab mich allgemein wieder lebendiger gefühlt, das is schön!! :)
aber heute ist samstag und ich hab irgendwie immer das gefühl was zu verpassen aber sitz zum einen vor angst zuhause...

p.s.: kanns sein dass mein thema nicht so ganz direkt in das forum ´einsamkeit´ passt? :lol:

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*Melancholie ist das Glück traurig zu sein*


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 Betreff des Beitrags: Re: Wer bin ich, wo bin ich...
BeitragVerfasst: 30.Jul.2011, 21:58 
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Registriert: 30.Jul.2011, 21:18
Beiträge: 7
Wohnort: BaWü
Hallo somwhere else,
mir geht es auch immer wieder so wie dir. Meistens merke ich dann dass es in meinem Leben eigentlich nichts mehr gibt worüber oder worauf ich mich richtig freue. Wenn meine Woche nur noch aus Job und Verpflichtungen besteht und da keine Aussicht ist auf etwas schönes oder mal ein Ausbrechen aus dem grauen Alltag. Was mir dann garnicht hilft ist der Druck jetzt noch Verpflichtungen nachgehen zu müssen. Oft gammle ich dann nur mal rum oder lese was. Nach ein paar Tagen geht es oft dann wieder weg.
Liebe Grüße!


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 Betreff des Beitrags: Re: Wer bin ich, wo bin ich...
BeitragVerfasst: 31.Jul.2011, 12:59 
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Registriert: 26.Jul.2011, 18:32
Beiträge: 22
trauriges1976 hat geschrieben:
Was mir dann garnicht hilft ist der Druck jetzt noch Verpflichtungen nachgehen zu müssen.

genau, du sagst es!
für mich ist es immer wieder ein schlag ins gesicht wenn mir leute dann sagen -das ist das leben, du kannst nicht einfach mal schnell aussteigen- das weiß ich selber! aber ich denk jeder braucht mal ne auszeit und es ist traurig dass man sich diese nicht nehmen kann wegen arbeit, schule, ect... geht zwar schon, über arzt/psychologen, aber man muss es ja dann nicht gleich so an die große glocke hängen... ich will dieses thema eigentlich ungern anschneiden weil es ein endloses ist, aber in dieser welt läuft so viel schief, ich mein jetzt hauptsächlich dies bezüglich wie manche prioritäten allgemeingültig gesetzt sind... mensch und was er zu leisten hat, selbst wenn er einmal nicht in der lage dazu sein sollte, einfach mal ein bisschen rüchsicht, ein bisschen verständnis, ein bisschen menschlichkeit... und ich sträube mich zu sagen ´das ist die welt´ weil das kann es nicht sein...

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 Betreff des Beitrags: Re: Wer bin ich, wo bin ich...
BeitragVerfasst: 31.Jul.2011, 20:23 
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Registriert: 26.Jul.2011, 18:32
Beiträge: 22
ich les grad ein ganz tolles Buch, bin schon zur hälfte fertig. es heißt ´mary´ von ella kensington, hat mir meine mutter empfohlen mit der bemerkung ´nach dem buch bist du ein anderer mensch, du siehst das leben mit anderen augen´.
ich muss sagen ich bin natürlich nicht wie komplett ausgewechselt aber es beeinflusst mein denken in gewissen situationen schon positiv muss ich sagen :) sehr empfehlenswert!! nur mal so nebenbei... es geht auch ums ´einsam sein´ bzw. sich ´einsam fühlen´ ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: Wer bin ich, wo bin ich...
BeitragVerfasst: 31.Jul.2011, 21:37 
hallo ihr lieben ... menschen!
heutzutage sind menschen nicht mehr so leicht zu finden, das finde ich auch. viel zu viele funktionieren nur noch und merken es garnicht.

aber da ich die anderen nicht ändern kann, sondern immer nur mich und meinen blick auf die anderen, muss ich auch bei mir und bei meiner sichtweise anfangen und zunächst mal bei meiner sicht auf mich selbst. also: wenn es mir so geht wie dir somewhere-else, dann schau ich mich erst mal an und versuche nachsichtig mit mir zu sein und mich erst mal so zu nehmen wie ich gerade bin, ohne dass ich mich gleich bewerte. einfach mal alles so stehen lassen und darauf vertrauen, dass ich nicht immer und nicht grundsätzlich so bin.

gestern habe ich gelesen:
indianer wurden zum amerikanischen präsidenten eingeladen und mit dem flugzeug nach washington gebracht und dort blieben sie dann 30 tage auf dem flugplatz sitzen und warteten auf ihre seelen, die noch nicht angekommen waren. durch nichts waren sie zu bewegen, sich vom flugplatz wegzubewegen. erst nach 30 tagen waren sie dann so weit, um ihren besuch zu machen.

das hat mir zu denken gegeben und unterstützt mich dabei auch mal auf mich und meine seele zu warten.

liebe grüße und eine angenehme nacht!

morgen ist wieder ein neuer tag und ein neuer anfang!


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