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 Betreff des Beitrags: Re: vielleicht doch?
BeitragVerfasst: 31.Jan.2012, 10:26 
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Registriert: 23.Apr.2010, 17:10
Beiträge: 4468
Wohnort: Im eigenen Käfig
Huhu marsmensch

Super, das ist ein guter Anfang.

Der Neurologe kann dich begleiten und unterstützen, oft
haben sie auch Listen von Therapeuten und können etwas
Einfluss auf allzulange Wartelisten nehmen.

Der erste und wichtigste Schritt ist also getan.

Lasse dir aber bitte Medikamente nur verordnen, wenn du
es auch selber für angebracht hällst und willst. Neurologen
sind da oft etwas zu schnell im Verschreiben von Medis.

Viel Kraft und ganz liebe Grüsse, Der Beobachter

_________________
Nee, ich bin nicht die Signatur, ich mache hier nur sauber ... Bild


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 Betreff des Beitrags: Re: vielleicht doch?
BeitragVerfasst: 31.Jan.2012, 19:17 
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Registriert: 11.Jan.2012, 23:19
Beiträge: 63
hallo,
so, heute war ich bei der neurologin.
alles ist super gelaufen.
sie hat sich normal mit mir unterhalten,
und mir nicht das gefühl gegeben,
"verrückt" zu sein.
es war auch kein trauriges gespräch,
sondern locker und lustig.
ich hab ein paarmal gelacht dabei.
ich war total entspannt.
trotzdem war es ein gutes gespräch.
wenn ich so eine therapeutin finden würde,
oder sie meine therapeutin sein könnte,
hätte ich schon halb gewonnen.
ich hab auch eine therapeutenliste bekommen,
jetzt muß ich mich dran machen,
einen termin zu bekommen.
ich habe wieder etwas hoffnung.

grüße an alle

lisa


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 Betreff des Beitrags: Re: vielleicht doch?
BeitragVerfasst: 02.Feb.2012, 19:30 
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Registriert: 11.Jan.2012, 23:19
Beiträge: 63
hallo :D

mir geht es gut.
ich hoffe euch allen auch.
der krankenschein, den ich diese woche habe, tut mir gut.
auch wenn ich alleine zu hause bin und nicht auf der arbeit.
ich nutze die zeit um was für mich zu tun.
das fühlt sich gut an.
telefonier die therapeutenliste ab
und such andere sachen im internet für mich.
z.b. turnverein und sowas.

aber zu meiner frage
die neurologin hat mir mirtazapin verschrieben.
ich seh nicht wirklich sinn darin.
sie sagt, davon würde ich gleichgültiger werden und müde.
das will ich aber nicht.
wenn ich noch gleichgültiger werde,
ist mir wieder alles egal, auch ich.
so werd ich das nicht schaffen, denk ich.
und müde bin ich auch ständig.
ich hab schlafstörungen, kann schlecht ein und durchschlafen.
dann hab ich hier im forum gelesen,
das man davon dick wird.
ich hab wenigstens eine gute figur,
die will ich behalten.
ich denke mal,
wenn ich mirtazapin nehme,
werd ich zwar dick, aber es ist mir dann egal.
das will ich nicht.
was meint ihr?
soll ich auf meine ärztin hören oder tun was ich für richtig halte?


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 Betreff des Beitrags: Re: vielleicht doch?
BeitragVerfasst: 02.Feb.2012, 20:54 
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Registriert: 31.Jan.2012, 16:07
Beiträge: 14
Wohnort: Nürnberg
Ich finde es toll das du dich überwunden hast deine Hausärztin aufzusuchen! Hilfe zu suchen braucht immer sehr viel Mut und ich kann mir vorstellen, dass es nach deinen schlechten Erfahrungen dir sehr schwer gefallen sein muss. Ich selber war zwar schon in zwei psychosomatischen Kliniken aber noch in keiner psychiatrischen, naja bis auf ein längeres Gespräch. Besonders die Klinik in Windach (bei München) hat sehr gut getan und kann ich auch ohne Bedenken weiterempfehlen.

Psychiatrische Kliniken sind noch ein wenig anders drauf habe ich das Gefühl und bis auf wenige Ausnahmen auch recht gut. Und was ich ganz klar sagen muss ... eine normale gängige psychiatrische Klinik hat erstmal eine Offene-Station. D.h. du bist freiwillig da und kannst auch wieder freiwillig gehen, nur du entscheidest was du möchtest und was du nicht möchtest. Dir kann kein Arzt dort vorschreiben was du zu nehmen hast oder darfst/nicht darfst, was nicht heißt man sollte grundsätzlich alles ablehnen. Einzig und alleine wenn der dringende Verdacht von selbst- oder fremdschädigung vorliegt, kann anders gehandelt werden aber selbst da haben Ärzte keine Narrenfreiheit. Aber es gibt wohl leider immer irgendwo ein schwarzes Schaaf und wenn du eines triffst ist es dein volles Recht mit dem was dir gesagt wird nicht einverstanden zu sein.

Wenn du mit dem Medikament der Neurologin nicht einverstanden bist würde ich sie aufsuchen und mit ihr sprechen. Auch hier ist dein gutes Recht zu entscheiden ob du ein Medikament nimmst oder nicht. Am besten ist es Ärzten bei sowas immer Löcher in den Bauch zu fragen, ich weiß ist nicht einfach aber grundlegend muss der Arzt über das Medikament was er verschreibt bescheid Wissen und dich auch über mögliche Komplikationen aufklären. Die meisten Psychopharmaka haben Nebenwirkungen, manche mehr manche weniger, bei den meisten verschwinden sie nach 1-2 Wochen wieder. Kopfschmerzen, Schwindel, Schlafstörungen und solche Späße können immer mal vorkommen. Wenn so etwas vorkommt kannst du das auch wieder mit dem Arzt besprechen und mit ihr eine Lösung finden. Wenn du sagst dir tut das Medikament nicht gut ist es dein gutes Recht eine Alternative oder Lösung zu verlangen. Jedoch würde ich solange keine krassen Nebenwirkungen auftauschen, also dauernd Erbrechen, keine sekunden Schlaf oder sowas ähnliches immer 2-3 Wochen warten ob die Nebenwirkungen verfliegen und ob das Medikament anschlägt.

Zum Schluss möchte ich dich ermutigen nicht aufzugeben, du hast den großen schweren Schritt trotz schlechter Erfahrung gewagt und es wäre schade wenn du nicht dranbleibst. Medikamente können helfen, sie sind zwar nicht die Lösung aber eine gute Unterstützung! Therapeuten, Medikamente, Selbsthilfegruppe usw das alles kann dir helfen und wenn du es annimmst wird es dir auch helfen. Zwar zählen dazu auch immer wieder Rückschläge aber von denen darf man sich nicht beeinflussen lassen. Und wenn du bei einem Therapeuten einen Platz gefunden hast und bereit etwas zu bewegen, dann wird es dir auch Stück für Stück wieder besser gehen. Gib nur nicht auf.


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 Betreff des Beitrags: Re: vielleicht doch?
BeitragVerfasst: 03.Feb.2012, 17:17 
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Registriert: 11.Jan.2012, 23:19
Beiträge: 63
hallo,

noch geb ich nicht auf.
ich will durchhalten.
aber auf einmal geht alles so schnell.
wo andere lange auf einen termin warten,
hab ich schon einen zum vorgespräch.
was ja auch gut ist.
aber es macht mir natürlich auch angst.
ich muß mich an diese neuen gedanken erst gewöhnen.

ich hab mich entschlossen,
mirtazapin nicht zu nehmen.
mir geht es die letzte zeit gut.
warum soll ich etwas ändern, was gut ist?
ich bin bis hier gekommen ohne medikamente.

@ misch vielen dank :D


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