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BeitragVerfasst: 16.Feb.2010, 15:44 
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Registriert: 14.Jan.2009, 10:55
Beiträge: 519
Wohnort: Franken
Hi Gaham,

war eine Weile nicht online. Also, ich verstehe schon, wo deine Probleme liegen. Und alles, was du da anführst, sind zum Teil ja auch meine
( genetischer Kram, Angstattacken, schlechte Erfahrungen etc ) sowie die Erfahrungen von so ziemlich jedem hier in der einen oder anderen Ausprägung. Der Punkt ist nur, dass ich irgendwann angefangen habe, etwas DAGEGEN zu unternehmen und alles der Reihe nach anzugehen, anstatt mich mit einem "geht halt nicht, keine Chance" selber abzuspeisen. Ich war teilweise so arg dran, dass ich phasenweise agoraphobisch bedingt nicht mal so ohne weiteres vor die Tür gehen konnte. Dagegen gibt es ein Mittel : an sich arbeiten und es trotzdem versuchen, solange, bis sich das Leben so entwickelt, wie DU und nur DU es haben willst. Hast du vielleicht schon derart resigniert, dass du mit dem Wunsch, ein erfülltes Leben nach deinen eigenen Wünschen ( wie auch immer das aussehen würde ) komplett abgeschlossen hast. Oder hat es mehr mit Aufgeben im Sinne von "die Trauben hängen eh zu hoch für mich, ich kapituliere lieber gleich kampflos", wegen der vorne bereits aufgezählten Gründe. Was hast du denn bisher ersthaft unternommen, um die Sache anzugehen? Hast du eigentlich eine ECHTE Diagnose wegen diesem Asperger oder ist das eine selbergemachte aufgrund der Dinge, die Google diesbezüglich ausspuckt?
Sich Hilfe zu holen - und zwar professionelle - ist keine Schande, bloß es gar nicht erst zu versuchen, denke ich...

White Angel, einsam fühle ich mich nicht. Ich bin durchaus längere Zeit mit jemandem zusammen, wenn die Sache sich so gestaltet, das eben beide Beteiligte auch - nicht nur sexuell - zusammenpassen ohne sich was vorzumachen. Eigentlich bin ich auf diese Art und Weise seit fast 9 Jahren mit jemandem zusammen. Ich vermute, in Beziehungen, die auf der falschen Basis begründet werden, ist man einsamer, als ich es je sein könnte...

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who dares, wins


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BeitragVerfasst: 16.Feb.2010, 19:51 
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Registriert: 18.Jan.2010, 20:10
Beiträge: 289
Wohnort: Nordfriesland
Hallo elster,



Du bist ja auch eine Dame, mit der man sich Gut und freundlich austauschen kann.
Du hast ja auch eine gewisse Erfahrung in Dir.

Also kommen wir zur Sache, es ist bei mir folgendes, meine Problematik
hat sich, von der Kindheit an, fast überhaubt nicht gegeben, und ich bin
deswegen auch schon sehr vorgeprägt.
Ich selber habe mich zwar im Internet schlau gemacht, aber es steht in den meisten Fachpublikationen drinne, daß meine Geschichte aussichtslos
ist, es gibt keine Heilung.
Ich war schon einmal in einer Klinik wegen der Biologischen Kärung,
meiner Problematik, und der Chefarzt sagte mir es dann fast genau so,
als ob er, das aus dem Internet rezitieren würde, was ich vorher gelesen
hatte.
Eine entgültige Heilung wird es niemals geben.

Die Diagnose war nun folgende :

Computerthomgraphi : Amükdala größer als normal.
ADHS Störung, sehr strak ausgeprägt.

Blutendnahme : Großer Mangel an den Botenstoffen Dopamin, Serotonin,
auch ein kleinerer Mangel an Norderlanin.

EEG : Großer Hang zur Eregbarkeit

Gesprächsdiagnostik : Es kamen dabei verschiedene Merkmale
an das Tageslicht.
Ängste, Zwänge, Panik, u.s.w.
Leichte depressive Phasen.

Genetiktest : Hypersensiebel-Vulneralabilität, draus resultierend,
Scham, Pein, Verlegenheit, sind quasi stets immer und
überall mit vorhanden.

Zum Abschluß hieß es dann das ich, also der Herr Mustermann, eine
co-morbiditätsstörung habe.
ADHS, ÄVPS, Asperger, Panik.....und noch so ein paar andere Kleinigkeiten mehr.



LG Gahan

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Angst haben, geht schnell, sie aber wieder los zu werden, ist sehr schwer.


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BeitragVerfasst: 16.Feb.2010, 20:51 
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Registriert: 01.Jan.2010, 18:15
Beiträge: 601
Gahan hat geschrieben:
Du bist ja auch eine Dame, mit der man sich Gut und freundlich austauschen kann.
Du hast ja auch eine gewisse Erfahrung in Dir. [Yeah.]

Also kommen wir zur Sache [:cool: Baybie...], es ist bei mir folgendes, meine Problematik
hat sich, von der Kindheit an, fast überhaubt nicht gegeben, und ich bin
deswegen auch schon sehr vorgeprägt.

Du kommst SOOO cool rüber, ich seh Dich förmlich mit Sonnenbrille vor der Tastatur sitzen.

Und die hochwissenschaftlichen medizinischen Diagnosen sind für durchschnittliche mitteleuropäische Männer ganz normal. Nur will es eben keiner zugeben. Das ist aber spätestens seit Doc H. Gröhlemeiers bahnbrechendem Werk "Männer" trotzdem bekannt geworden. Doc G. beschreibt diese auch als sensible Wesen "Männer nehmen alles ganz ganz genau" oder "Männer weinen heimlich", "Männer baun Raketen".


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BeitragVerfasst: 16.Feb.2010, 21:07 
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Registriert: 09.Jun.2009, 21:15
Beiträge: 3956
"Männer sind furchtbar schlau"
fehlt noch :wink: :wink:


Zitat:
ADHS Störung, sehr strak ausgeprägt.

Zitat:
Ängste, Zwänge, Panik, u.s.w.

Behindern Dich im Leben wie Gahan?
Magst schreiben?


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BeitragVerfasst: 16.Feb.2010, 21:27 
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Registriert: 18.Jan.2010, 20:10
Beiträge: 289
Wohnort: Nordfriesland
Hallo saidndone,




Du solltest in das Kabbaret gehen, mit Deiner Schlagfertigkeit.

Genieße es noch einmal, den Morgen ist Aschermittwoch.


:twisted: :D :twisted: :D




LG Gahan

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BeitragVerfasst: 16.Feb.2010, 21:55 
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Registriert: 17.Apr.2009, 07:00
Beiträge: 2386
Wohnort: Bayern
Gahan, saidndone meint ihre Worte ganz ernst :wink:
Sie will dir -meine ich- nur sagen: Anstatt die scheinbar unabänderliche Diagnose hin zu nehmen und dich deinem Schicksal zu fügen, steh einfach auf und mach das Beste aus deiner Situation!

_________________
Time spent wishing is time wasted.


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BeitragVerfasst: 16.Feb.2010, 22:08 
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Also Leute , sorry aber das geht hier total am Thema vorbei!!!!

Mit den Diagnosen von Gahan, kann ich nicht mitreden. ich denke auch, dass du, Gahan, dich nicht zuviel mit der Lizeratur beschäftigen sollst. Du lebst, das ist das wichtigste und qäule dich nicht zu sehr mit den Diagnosen. Es gibt soviele Menschen, die mit unheilbaren Krankheiten leben. Ich bin auch Borderliner, mein Leben lang,a ber ich lebe, so gut es geht.
Gahan, bitte die Zeilen nicht negativ sehen!

Aber, wie ihr b eiden euch hier den Schlagabtausch liefert, ist ja schon amüsant. ja, ihr seid beide Menschen mit Humor!

_________________
Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere mich gern hätten!


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BeitragVerfasst: 17.Feb.2010, 15:26 
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Registriert: 18.Jan.2010, 20:10
Beiträge: 289
Wohnort: Nordfriesland
Hallo,



White-Angel, Pilongo, elster, pax,


ich persönlich bin ja sehr froh darüber, so nette Gleichgesinnte Leidensgenossen, gefunden zu haben die, nett, höflich, belesen, offen,
ehrlich, hilfsbereit, und auch sehr warmherzig sind.
Dankeschön das es Euch alle gibt. :) :)
Aber warten wir es doch erst einmal ab, was die elster nun auf meine Antwort hin schreiben wird.

saidndome, Heute ist Aschermittwoch, jetzt musst Du wieder bis zum Donnerstag den 11.11.2010 warten, bis Du wieder Deine Schlagfertigkeit,
mir gegebüber unter Beweis stellen darfst. :wink: :wink: :D :D :twisted: :twisted:



LG Gahan

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BeitragVerfasst: 17.Feb.2010, 17:39 
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Beiträge: 519
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Tja, was werde ich wohl dazu zu sagen haben :-)

Also Diagnosen gibt es ja mitunter nicht ohne Grund. Aber manchmal repräsentieren sie nicht mehr als eine Art Momentaufnahme. So wie man am Blutbild auch erkennen kann, ob jemand ungesund und unausgewogen lebt. Diese Werte ( Noradrenalin, Dopamin, Cortisol etc ) die man bei dir gemessen hat, resultieren aus dem, was gerade bei deiner Psyche so am Ablaufen ist, sie waren /sind nicht unabänderlich hinzunehmen sonder können sich durch eine Verhaltensänderung völlig verschieben, die meisten der aus dem Ruder laufenden Botenstoffe sind nämlich die, die den Stresspegel regulieren. Würdest du an dir arbeiten und den selbigen senken lernen, indem du irgendwann einen Weg findest, dir nicht alles um dich rum so zu Herzen zu nehmen und auf alles megaverletzt zu reagieren, würde man das auch an den Werten der Botenstoffe/Hormone in deinem Körper sehen, die Nebennieren produzieren ja nicht diese Unmengen Noradrenalin - und den ganzen anderen Kram - weil es ihnen da so verdammt langweilig ist. Sie verarbeiten auch nur die Signale, die DEIN Gehirn über die Hirnanhangdrüse an den Körper weiterleitet
( Achtung : Bio Abitur vor hundert Jahren:-)). Ändert sich dein persönlicher Stresstoleranzpegel, ändern sich auch die Werte.
Bei den anderen Sachen müßte man nun wissen, inwiefern die wirklich Ärger machen. Die Amygdala im Hirn hat - glaube ich - auch mit Angstgefühlen zu tun ( liegt da nicht die Spinnenangst oder so ?), ob eine vergrößerte nun spürbare Probleme macht, müßte ein Arzt sagen.
Ich hab auch ein paar abnorme Hirnverknüpfungen, wenn ich richtig Hunger habe, muß ich beispielsweise niesen ( die Zentren liegen im Hirn nebeneinander, aber sind eigentlich nicht verknüpft ), außerdem hab ich etwas, was man Synästhesie nennt, ich verknüpfe emotionale Eindrücke mit anderen Dingen wie z.b Farben, vielleicht ist das ein Grund, warum ich male. Mit ADHS kann man leben und auch eine Partnerin ( nebst irgendwann nett-durchgeknallter Familie ) finden, wir kennen und lieben ihn alle irgendwie : OZZY Osbourne ! :-), in sofern ist das auch keine nicht zu bewältigende Sache.
Asperger wäre zu beweisen. Vielleicht reagierst du wie ein Asperger-Patient, weil diese extremen Ängste gegenüber der Umwelt dich so auftreten lassen. Wenn du jetzt in einem Umfeld wärst, wo du die Geborgenheit und Zuneigung bekämst wie damals in der Grundschule ( wo du dich ja wohlgefühlt hast ) und eine Lebensangst abnimmt, du Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten und Vertrauen in dir wohlgesonnene Menschen aufbauen könntest, wäre dein Verhalten vielleicht anders als es auf den ersten Blick erscheint und dann käme die Aspergergeschichte wieder mal vom diagnostischen Tisch, denke ich.
Ich seh da noch keine definitives No-Go in deiner damaligen Diagnose.
Abgesehen davon, dass man nicht aufgrund einer Sache, die man mal ärztemäßig angehängt bekommt, die Flinte ins Korn schmeißen darf. Mir hat vor zehn Jahren auch so ein Arzt gesagt, ich wäre ein hoffnungsloser Fall und für mich könnte man eh nichts mehr tun (er sagte "Wenn ich Sie mir so anguck, seh ich da keine Besserung mehr, bei Ihrem Anblick werd´ ich ja selber ganz depressiv" ). Und heute kann ich zum Glück sagen, dass der Ar.... mit seiner Meinung komplett daneben lag, denn mir geht es im Vergleich zu früher ziemlich gut, was nie passiert wäre, wenn ich die Sprüche von dem an mich rangelassen und mich selbst aufgegeben hätte.
Es ist natürlich schwer, sich selber anzunehmen und einen Anfang zu finden, wenn man diese Probleme hat. Aber außer dir selber kann niemand diese Sache anpacken. Du mußt den ersten Schritt tun und dir dein Leben so gestalten, wie du es willst. Wenn dazu nötig ist, die Meinung anderer zu mißachten, mußt du eben damit anfangen. Helfen mußt du dir selber, zunächst mal indem du dich nicht aufgibst.
Hast du seit der Diagnose von damals etwas unternommen, um dich besser zu fühlen ? Eine Selbsthilfegruppe vielleicht oder eine Therapie, wo du die latenten Gefühle die in dir verborgen sind ( ich wurde auch gemobbt in der Schule, das sind ziemlich tiefe Gefühle wo man schwer rankommt, man muss aber da ran ) aufzuarbeiten. Gibt es einen Menschen, dem du vertraust und der dir ein wenig die Angst nimmt? Du brauchst momentan vor allem ein positives Feedback von Außen, der Rest kommt dann irgendwann von selber. Wie alt bist du eigentlich?
LG elster

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 17.Feb.2010, 18:37 
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Registriert: 18.Jan.2010, 20:10
Beiträge: 289
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Hallo elster,



vor Deinem langen Beitrag ziehe ich meinen Hut, Du hast Dir auch solch eine große Mühle dafür gegeben.
Also elster, es gibt da noch einen Paratmeter, und der heist
individuel.
Du hast schon Recht, mit dem was Du geschrieben hast, aber ich versuche Dir jetzt noch ein bischen mehr, von meiner Problematik zu berichten.
Das ADHS, und auch die ÄVPS rauben mir jeden Tag, schon sehr viel meiner Kräfte.
Das fängt schon damit an, daß ich kaum richtig nachts durch schlafen kann.
Ich kann nicht groß gegen meine Ängste angehen oder kämpfen, weil meine Psychosomtik mir, immer wieder einen Strick daraus dreht, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Schwindelanfälle.
Wenn ich aber unter die Leute gehe, dann sind die Gefühle wie, Scham, Pein, Verlegenheit, Blamage, so groß so daß ich dann leider, mich dann nicht in der Gewalt habe.
Ich habe ja auch schon Schwierigkeiten, in gewissen Situationen, die Nonverbale aussprache von den anderen Personen zu verstehen.
Dann reagiere ich schon, ab und zu sehr fehlerhaft, oder ich frage mich dann meistens darauffolgend, wie hat mein Gegenüber das dann eben bloß gemeint ?
Ich kann auch nicht, wesentliches vom unwesendlichen unterscheiden,
alles prasselt immer stets, ungefiltert frontal auf mich ein.
Wie soll ich den damit klar kommen ?
Bei mir liegen halt, sehr viele ungünstige Verkettungen vor.
Das alles hat sich schon zu lange in mir festgefressen, eine Linderung wäre dann leider nur noch ( nach dem Psychatrienetz her ) sehr schwehr zu erreichen.
Ich würde alles für eine Heilung tun, koste es was es wolle, aber wenn
das alles schon sehr umstritten ist, dann kann ich mich nur noch damit abfinden.
Es ist zwar sehr hard, aber die Konsequenz davon.
Diese vergeudete Lebenszeit, die ich deswegen hab ertagen müssen, ist für immer futsch.



LG Gahan

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