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 Betreff des Beitrags: Irgendwie zu blöd für das Sozialleben..
BeitragVerfasst: 29.Aug.2010, 14:17 
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Registriert: 29.Aug.2010, 13:26
Beiträge: 24
Liebe Menschen da draußen..
ich möchte mal etwas loswerden, es irgendwie ausdrücken, vielleicht die eine oder andere Meinung dazu hören. Ich bin 26 Jahre, Studentin im Endstadium und habe ein Problem mit meinem Sozialleben. Ich kriege es nämlich einfach nicht auf die Reihe, gute Freundschaften aufzubauen. Ich hatte schon in der Schule Probleme mit meinen Mitschülern: Seitdem mir im Pubertätsalter von meinem „Grüppchen“ die Freundschaft gekündigt wurde und ich dann in der Klasse generell ziemlich untendurch war, hab ich Schwierigkeiten mit Sozialkontakten. Zwei enge Freundinnen hatte ich dann in der Schule noch, ansonsten waren alle Kontakte sehr oberflächlich und ich hatte meist das Gefühl, von den anderen nicht angenommen zu sein und nicht wirklich gemocht zu werden. Ich bin mit den Leuten aus meinem Jahrgang ausgegangen und hab Sachen mit ihnen unternommen, aber irgendwie war da immer das Gefühl, irgendwie randständig zu sein. Leider sind nach meinem Wegzug nach dem Abi dann auch die Kontakte mit den Schulfreunden komplett versandet oder richtig bitter in die Brüche gegangen.. woran ich durchaus auch mit schuldig bin. Auch war ich nach der Schule der Überzeugung, dass es in meiner „Heimat“ eben nichts für mich war (komme vom Land..) und dass es in der Großstadt mit all den Menschen und Möglichkeiten schon besser werden würde. Tja, Umzug in die Stadt, es wurde tatsächlich etwas besser. Ich hab mich zusammengenommen und versucht, auf Menschen zuzugehen. In der Uni habe ich eine tolle Freundin kennengelernt, mit der die Freundschaft auch immer noch hält, und wir unternehmen viel zusammen. Der Knackpunkt ist nur.. sie ist Französin und ständig in aller Welt unterwegs.. jetzt grade wieder ein Jahr nicht hier. Über sie habe ich immer wieder nette neue Leute aus allen möglichen Ländern kennengelernt, mit denen ich meistens besser klar kam als mit Deutschen.. aber sie alle verschwinden meist ebenso schnell, wie sie gekommen sind. Eine tolle und sozial recht aktive Zeit hatte ich auch, als ich angefangen hab, mich politisch zu engagieren. Habe Menschen kennengelernt, die auf meiner Wellenlänge sind, und mit 3 Leuten aus dieser Zeit bin ich auch noch sehr gut befreundet, bzw. wohne mit zweien von ihnen zusammen :D ! Nur.. natürlich macht man nicht mehr so viel miteinander, wenn man zusammen wohnt. Insgesamt habe ich also neben meiner „Herkunftsfamilie“ diese 4 engeren Freunde, und ich freue mich, dass ich sie habe. Aber darüber hinaus scheine ich unfähig zu sein, jemanden kennenzulernen und engere Kontakte zu knüpfen. Irgendwie bin ich ja auch mit den vieren ganz gut ausgelastet.. andererseits halte ich einen sozialen Radius auch außerhalb meiner WG für wichtig und würde mir wünschen, einen solchen aufbauen zu können. In der Uni habe ich es in 6 Jahren nicht geschafft, nähere Kontakte mit den Kommilitonen aufzubauen.. mir gegenüber verhalten sie sich, als finde ihr Sozialleben kpl. außerhalb der Uni statt und Mitstudenten sind nicht für Freundschaften von Interesse. Vielleicht stelle ich mich da aber auch irgendwie dämlich an, ich weiß es nicht.. Ein-zwei Freundinnen habe ich in der Uni, und die sind meistens dabei, wenn ich sie einlade oder so, aber es kommt nie etwas von ihnen. Tja, und dann sind da noch einige weitere lose Bekannte. Wenn ich denen vorschlage, mal was zu unternehmen, kommt oft keine Antwort, oder eine Absage, oder es klappt aus irgendwelchen Gründen nicht.. Wenn ich mit diesen Bekannten was unternehme ist einfach auch so häufig dieses Gefühl des unerwünscht-seins da... irgendwie fühle ich mich immer wie ein Fremdkörper, als sei ich nicht an der richtigen Stelle. Und das Gefühl habe ich auch leicht mit 4 engeren Freunden.. das Gefühl, eigentlich von diesen Menschen nicht akzeptiert, sondern eher nur gedulded zu sein. Das Traurige ist, dass dieses Gefühl dann auch von Zeit zu Zeit mal „zurückschlägt“ und ich es dann auf z.B. meine beste Freundin übertrage.. derzeit bin ich z.B. seit Tagen ziemlich genervt von ihr, obwohl ich es gar nicht sein will :(. Das Deprimierende ist einfach, dass sowohl mein Telefon als auch mein Mail-Postfach schon lange beharrlich schweigen und ich niemanden habe, der mich mal irgendwohin einläd oder mir vorschlägt, was zusammen zu machen. Und ich hab schon wieder ein Wochenende eigentlich gar nichts unternommen- Frust! Ich versuche verschiedene Dinge, um in Kontakt zu kommen, aber bei allem ehrenamtlichen Engagement usw. schaffe ich es kaum, den Menschen näher zu kommen, alles bleibt auf so einer unverbindlichen Ebene. Andererseits fällt es mir auch zusehends schwerer, neue Leute „verbindlicher“ kennenzulernen und ich frage mich manchmal, ob ich einfach ein unsozialer Typ bin, der halt nicht zu einem ausgefüllten Sozialleben fähig ist. Aber andererseits macht es mir Spass, mit Leuten unterwegs zu sein, mit denen ich mich gut verstehe.. ich würde es mir sehr wünschen, nur ein klein wenig gefragter zu sein, aber es fällt mir so verdammt schwer, irgendwas aufzubauen. Oft habe ich dann auch ein bisschen Angst, wenn es ans Treffen mit Leuten geht, die ich noch nicht so kenne, denn ich denke, als sozial nicht so eingebundene Person für die anderen eher uninteressant zu sein und irgendwie lästig. Na ja, und das lähmt mich dann auch, so dass ich mich dann doch wieder nach hause sehne.. und zuhause sitze ich dann auf dem Sofa, so wie jetzt, sehne mich nach dem sozial ausgefüllten Leben und habe Angst, allmählich immer mehr zu vereinsamen. Besonders, vielleicht ein verbitterter, untoleranter Mensch zu werden, dessen Leben man eigentlich nicht mehr Leben nennen kann. Vom Wunsch nach einer Partnerschaft ganz zu schweigen.. Ziemlich bescheuert, aber ist so.. So, sorry für diesen Roman.. und vielen Dank, wenn jemand bis hierher durchgehalten hat :D ! Vielleicht kann jemand von außen irgendwas erkennen, was ich nicht sehe, was mich im sozialen Bereich so ungeschickt macht und was helfen könnte.. Würde mich sehr über Antworten freuen! Liebe Grüße!


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 Betreff des Beitrags: Re: Irgendwie zu blöd für das Sozialleben..
BeitragVerfasst: 29.Aug.2010, 15:55 
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Beiträge: 855
hallo

in deinem alter ist es besonders schwer freunde zu finden, da viele gleichaltrige bereits familien gründen oder voll mit ihrem beruf ausgelastet sind. eine wirklich schwierige situation.


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 Betreff des Beitrags: Re: Irgendwie zu blöd für das Sozialleben..
BeitragVerfasst: 29.Aug.2010, 16:07 
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Beiträge: 344
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Ich kann das gut nachvollziehen. Versuch es doch mal mit ner gezielten Fragestrategie. Oberflächliche Kontakte ergeben sich eigentlich immer irgendwo. Und um die zu vertiefen, kann man dann genauer nachfragen, Interesse am anderen zeigen usw. Das kann zwar verdammt anstrengend sein, aber irgendwann passiert es automatisch. Nun wird nicht jeder gleich darauf anspringen, aber normalerweise liegt es schon an uns selber, wenn wir zu stark auf uns selber bezogen sind und ständig über mögliche Konsequenzen des eigenen Verhaltens nachdenken.


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 Betreff des Beitrags: Re: Irgendwie zu blöd für das Sozialleben..
BeitragVerfasst: 29.Aug.2010, 20:56 
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Registriert: 29.Aug.2010, 13:26
Beiträge: 24
Moin,
hey ho, Antworten, und das so schnell :D ! Danke! Klar, das mit dem Heiratsalter und dass viele in ihren Familien verschwinden, ist bestimmt auch ein Punkt.. andererseits hab ich schon immer mit den Leuten zu tun gehabt, die nicht soo die Beziehungs / Kleinfamilie-Typen sind (sagt sicher auch irgendwie was über mich aus.. und ich wär da so gerne anders! Sozial orientierter und sozial fähiger :( ). Afuman, der Punkt mit "ständig über sich selbst und seine eigene Wirkung nachdenken", das ist sicher auch ein Teil des Problems. Nachfragen usw., versuchen ins Gespräch zu kommen, das gehört eigentlich schon lange "zu mir", aber dann gehts immer irgendwie nicht weiter. Hmm.. vielleicht geh ich nicht weit genug oder so. Muss mich doch mehr ins Zeug legen? Aber ich will mich ja auch nicht total aufdrängen.. Das ist so ein interessantes Phänomen: Hab festgestellt, dass ich eigentlich als ich neu hierher gezogen bin und auch, als ich ein Jahr im Ausland war, relativ schnell ein paar Kontakte geknüpft hatte.. da wars halt "normal" und "berechtigt", dass man auf der Suche ist und ich konnte mich auch nicht hinter meinen paar Kontakten verstecken. Hab schon öfters versucht, diese Energie zu reaktivieren, aber noch nicht die richtige Strategie gefunden.. Vielleicht hängt es an der Unsicherheit, oder eben daran, dass "social networking" eben auch ne Form von Arbeit ist, in unserer Zeit. Ich muss vielleicht doch noch mal an meiner Offenheit arbeiten..
Danke jedenfalls für die Ideen und wenn noch mehr welche haben, immer her damit. :wink:


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 Betreff des Beitrags: Re: Irgendwie zu blöd für das Sozialleben..
BeitragVerfasst: 29.Aug.2010, 21:00 
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Registriert: 30.Jul.2009, 00:26
Beiträge: 344
Wohnort: Hessen
timoleona hat geschrieben:
Hmm.. vielleicht geh ich nicht weit genug oder so. Muss mich doch mehr ins Zeug legen? Aber ich will mich ja auch nicht total aufdrängen..


Hmm, Rezept hab ich da auch keines. Was bei dem einen nicht weit genug ist, wird von dem
anderen vllt. wirklich als aufdringlich empfunden. Vielleicht muss man mehr auf nonverbale Signale achten und das Risiko eingehen, aber ich tu mich da auch schwer...


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 Betreff des Beitrags: Re: Irgendwie zu blöd für das Sozialleben..
BeitragVerfasst: 29.Aug.2010, 21:50 
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Registriert: 29.Aug.2010, 13:43
Beiträge: 84
Hallo, ab einem gewissen Alter ist es in der Tat so, das man die beste Freundin nicht
mehr so einfach findet. Da muss schon einiges an Zeit vergehen das man mit einem
bestimmten Menschen verbringt um ihn beste Freundin oder Freund zu nennen.
Gemeinsame Erlebnisse die verbinden. Ein Vertrauen aufbauen.

Ich war ganz erstaunt als ich deinen Bericht las, ich finde schon das du sehr viele
soziale Kontakte hast und einige engere.
Wünscht du dir viele Menschen zu denen du einen engeren Kontakt hast?
Ich denke das ist bei den wenigsten der Fall.
Man hat einige Menschen denen man vertraut und mit denen man was unternimmt,also
befreundet ist,der Rest sind Bekanntschaften.

Was hast du denn genau an Erwartungen an die anderen Menschen?
Wie du ja schon geschrieben hast, ist es in dem Alter nun doch so, das jeder sich
schon seinen eigenen Kreis aufgebaut hat.
Jaa, da ist es schwer reinzukommen, das braucht Geduld und den richtigen Menschen
der einen da einführt.

vg Wendy


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 Betreff des Beitrags: Re: Irgendwie zu blöd für das Sozialleben..
BeitragVerfasst: 30.Aug.2010, 09:51 
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Registriert: 29.Aug.2010, 13:26
Beiträge: 24
Hallo Wendy,
;-) also, diese "beste Freundin", wir sind seit 6 Jahren befreundet, unternehmen viel zusammen, reisen zusammen und wohnen zusammen :-).. alles ganz toll, aber vielleicht machen wir ZU viel zusammen, denn wie gesagt komm ich im Moment nicht soo gut mir ihr klar. Das ist halt der Punkt, ich hab diese wirklich engen Freunde.. (und ich bin wirklich froh darüber, dass mir das gelungen ist, obwohl ich mich so sozial unfähig fühle). Wahrscheinlich jammere ich auch ein bisschen auf hohem Niveau. Aber trotz dieser 4 Freunde sitze ich halt am Wochenende ständig zuhause und komm nicht raus, denn über diese Leute hinaus fällt es mir schwer, Leute zu Unternehmungen zu animieren, und mich fragt eigentlich auch keiner. Vielleicht ist es so wie mit Leuten, die eine Familie haben, aber sich trotzdem einsam fühlen. Auch Familien funktionieren ja besser mit einem sozialen Radius an Bekannt- und Freundschaften um sich herum, hab ich mir sagen lassen. Wenn alle immer nur aufeinander hocken, dann ist irgendwann alles gesagt, und die Beziehungen werden irgendwie eingefahren. Ich habe Angst, dass das mit meinen Freunden auch passiert.. eigentlich so eine Angst, für die Freunde nicht mehr interessant zu sein, da ich wenig Abwechslung reinbringe.

Wendy hat geschrieben:
Man hat einige Menschen denen man vertraut und mit denen man was unternimmt,also
befreundet ist,der Rest sind Bekanntschaften.
vg Wendy


Ja, genau.. und dieser Bekanntenkreis, mit dem man halt mal was macht, ins Kino gehen oder abends weg oder mal n Tee trinken oder in die Mensa usw. fehlt mir halt bzw. mit den Bekanntschaften, die ich habe, klappt sowas nie. Na ja, und meine 4 Leute, 2 sind von denen derzeit längerfristig im Ausland bzw. sowieso extrem mobil und ständig weg, und mit den zwei anderen wohne ich zusammen (und ich habe das Gefühl, frischen Wind mit in die WG bringen zu müssen). Auf der Agenda stünde also, Bekanntenkreis vergrößern und Bekanntschaften intensivieren.. nur wie, wenn a) die Leute eh schon alle total gut vernetzt sind und kein Bedürfnis nach weiteren Menschen haben, und b) ich das Gefühl mit mir herumtrage (und nicht loswerden kann), für die Menschen uninteressant zu sein?
Übrigens tut es total gut, dass hier alles mal runterzuschreiben.. und besonders, dass dann auch noch Leute antworten! Vielen Dank :D !


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 Betreff des Beitrags: Re: Irgendwie zu blöd für das Sozialleben..
BeitragVerfasst: 30.Aug.2010, 10:17 
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Registriert: 29.Aug.2010, 13:43
Beiträge: 84
Hallooo,
da ich grad zuhause arbeite, will ich auch gleich mal antworten.

Du hast ja nicht unrecht, die meisten würden jetzt sagen, ooochh, such dir
doch ein Hobby ,da lernste Leute kennen.
Jaa,das ist in der Tat so, aber auch diese Leute sind ja meistens wieder
sozial schon andersweitig vernetzt und die meisten üben nur das Hobby
aus.Auf der anderen Seite ist es aber eine Möglichkeit mit anderen in Kontakt
zu kommen und dann ergibt sich vielleicht doch noch was daraus.
Versuchen sollte man es auf jedenfall.

Du denkst du bist uninteressant?
Warum?

Kannst du dir vorstellen, das sich dieser Gedanke ,wenn du ihn dauerhaft hast
sich auch nach aussen hin widerspiegelt?
Diese Angst macht dich schüchtern gegenüber anderen, und manchmal wirken
schüchterne Menschen auf andere unnahbar.
Und wer traut sich schon an jemanden ran, der unnahbar ist.

vlg
Wendy


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 Betreff des Beitrags: Re: Irgendwie zu blöd für das Sozialleben..
BeitragVerfasst: 30.Aug.2010, 12:04 
Mal eine Überlegung: Wenn schon alle total gut vernetzt wären, dürfte ja in bestimmten Altersklassen, niemand mal jemand neuen kennenlernen ;)
Und vermutlich lernen auch welche von denen weiterhin neue Menschen kennen, wo du das Gefühl hast, dass sie doch schon ihren festen Kreis gefunden haben.

Ich hatte auch oft so ein Gefühl: "Die haben alle ihr festes soziales Umfeld und da ist kein Platz mehr für mich". Genauso habe ich mir schonmal Wendys frage gestellt: Wirke ich vielleicht unnahbar obwohl ich mich doch bloß unsicher fühle?

Was macht einen Menschen interessant? Wenn er selbst Interessen hat, wenn er (ein Stück weit) weiß, was er im Leben will. Eigene Interessen machen dich interessant und genauso hast du eine Chance andere zu begeistern, wenn du selbst von etwas begeistert bist.
Ich habe z.B. meine Bereiche wo ich (bis zu einem gewissen Grad) durchaus kompetent (genug; oder mehr als manch anderer) bin. Genauso geht es mir mit den Themen schlecht, wo ich rumeiere (v.a. berufliche Zukunft). Sofern ich da nicht weiterkomme, bzw. meinen Weg (damit ist auch die Suche nach dem passenden gemeint) gefunden habe, fühle ich mich eher unterlegen mit dem Thema und kann auf diesem Bereich andere wohl kaum begeistern.

Um das Ganze etwas abzukürzen: Je mehr du zu dir selbst findest, desto besser kannst du auch zu anderen finden (die dir dann wieder neuen Input für dein Leben geben können). Dazu gehört natürlich auch, sich eben selbst nicht als langweilig und unerwünscht zu betrachten.


Viele Grüße und weiterhin viel Erfolg, denn was du da bisher machst, klingt doch ziemlich gut :)


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 Betreff des Beitrags: Re: Irgendwie zu blöd für das Sozialleben..
BeitragVerfasst: 30.Aug.2010, 12:22 
Edit: Als erfahrener selbst-Schlechtmacher kann ich dir sagen, dass sowas unsexy auf andere wirkt ;)
Relativ frisch aus einem Buch was ich zur Zeit lese: Während wir z.B. wenig Probleme haben, Computerkurse zu besuchen um unsere Fähigkeiten zu verbessern, wird das soziale Lernen eher stiefmütterlich behandelt. Wir können kaum etwas "einfach so" gut. Du bist also ganz sicher nicht zu blöd, sondern hast bestimmte (Denk- und) Verhaltensweisen noch nicht gelernt. Irgendwann warst du auch "zu blöd" zum schreiben und hättest somit keine Beiträge verfassen können :wink:


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