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Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Re: Hoffnung gut?
BeitragVerfasst: 20.Aug.2011, 15:37 
Offline

Registriert: 20.Aug.2011, 13:07
Beiträge: 11
Wohnort: Bayern Allgäu
Die Hoffnung aufzugeben bedeutet,
nach der Gegenwart auch die Zukunft preiszugeben.
Pearl Buck

Hoffnung äußert sich in unserer inneren Einstellung

Hoffnung mobilisiert nachweislich die Selbstheilungskräfte unseres Körpers. D.h. eine positive Erwartungshaltung - und nichts anderes ist die Hoffnung - führt zu realen und messbaren Veränderungen im Körper!

Niemand kann ohne Hoffnung leben!
ABER:
Hoffnung kann man nicht kaufen. Hoffnung gibt's nur geschenkt.

Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewißheit, dass etwas einen Sinn hat, egal wie es ausgeht.
Vaclav Havel

www.youtube.com/watch?v=8_AfOou-J0s

Die Hoffnung stirbt bekanntlicher Weise zu letzt. Man sollte die Hoffnung nie aufgeben, denn sie ist gut.

In diesem Sinne alles Liebe dir.


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 Betreff des Beitrags: Re: Hoffnung gut?
BeitragVerfasst: 20.Aug.2011, 18:48 
engelohnenamen hat geschrieben:
Hoffnung mobilisiert nachweislich die Selbstheilungskräfte unseres Körpers. D.h. eine positive Erwartungshaltung - und nichts anderes ist die Hoffnung - führt zu realen und messbaren Veränderungen im Körper!

- haben namenlose Engel gemessen? Wie misst man bitte Hoffnung? Hoffnung auf was? Auf einen Partner?

engelohnenamen hat geschrieben:
Niemand kann ohne Hoffnung leben!

Das wäre mir neu!

:wink: :)

Gruß
Manava


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 Betreff des Beitrags: Re: Hoffnung gut?
BeitragVerfasst: 20.Aug.2011, 19:09 
Und das nächste Problem - wer misst enttäuschte Hoffnungen?
Der namenlose Psychiater womöglich..?

LG Manava


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 Betreff des Beitrags: Re: Hoffnung gut?
BeitragVerfasst: 26.Aug.2011, 09:40 
Offline

Registriert: 20.Aug.2011, 13:07
Beiträge: 11
Wohnort: Bayern Allgäu
Hallo Manava,

ich glaube du hast da was falsch verstanden oder bist Du wirklich ohne Hoffnung und haderst mit dir selbst.

Denn wenn du keine Hoffnung mehr hättest, in irgendeinerweise, wärst du wahrscheinlich garnicht hier in diesem Forum.

Menschen ohne Hoffnung werden depressiv. Sie haben den Glauben in sich, die momentane Situation und in die Zukunft verloren. Sie sehen keinen Sinn mehr darin, zu leben. Sie glauben, keine Einflussmöglichkeiten zu haben. Menschen, die glauben, Schmerzen ertragen oder beeinflussen zu können, sind weniger ängstlich und benötigen weniger Schmerzmittel.

Ich war depressiv und bin es teilweise noch und trotzdem mobilisiere ich mich immer wieder, denn als ich gannz ohne Hoffnung war, wollte ich mich umbringen.

Der Glaube an die Genesung und die Hoffnung, gesund zu werden, sind die besten Medikamente, die wir uns selbst verabreichen können. Und das Schöne an ihnen: sie haben keine unerwünschten Nebenwirkungen.

Und wenn dann noch Familie, Freunde und evt auch Therapeuten hinter einem stehen, schafft man es auch wieder Hoffnung zu schöpfen.

http://youtu.be/ChJUmpaYEiM

Das Wort Hoffnung hat sehr viele Bedeutungen...............wie z.b. Chance, Lichtblick, Möglichkeiten, Vermutung, Vertrauen, Zutrauen.

In diesem Sinne alles Liebe aus dem Allgäu


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 Betreff des Beitrags: Re: Hoffnung gut?
BeitragVerfasst: 26.Aug.2011, 23:43 
engelohnenamen hat geschrieben:
Hallo Manava,

ich glaube du hast da was falsch verstanden oder bist Du wirklich ohne Hoffnung und haderst mit dir selbst.

Hi Engel, ich darf dich doch an deine eigene Worte erinnern, dass man "ohne Hoffnung nicht leben kann"? Was meinst du, bin ich demnach ein Untoter?

engelohnenamen hat geschrieben:
Denn wenn du keine Hoffnung mehr hättest, in irgendeinerweise, wärst du wahrscheinlich garnicht hier in diesem Forum.

Also jetzt habe ich doch Hoffung, und auf was meinst du hoffe ich in diesem Forum?

Ich habe den Anfang hier zwar nicht gelesen, denke aber es ging um Hoffnung auf einen Partner. Für das Zitat von Pearl Buck habe ich zwei lustige Erklärungen. Entweder man ignoriert bei Auszeichnungen für literarische Bemühungen erkenntnistheoretische Fähigkeiten, oder es handelt sich um eine schlechte Übersetzung des Zitats. Denn, wie sich jeder selbst überzeugen kann: beschäftigt man sich in Gedanken mit der Zukunft, ist man eher gedankenverloren als gegenwärtig. Und zusammenfassend kann man auch sagen: Eine verhunzte Gegenwart ohne Partner wird keine gute Zukunft mit Partner bringen können, weil sich eine gute Zukunft mit Partner nur auf Freiwilligkeit und nicht auf Notwendigkeit gründen kann. Eine Gegenwart mit Partner ist nicht besser oder schlechter als Gegenwart mit einem Parnter. Sie ist nur anders, anders ohne Wertung.

Verloren in Gedanken an die Zukunft kann man kaum die Gegenwart erfassen, darum kann m.W. auch eine innere Ausrichtung, die von ihrem Grundsatz her gegenwärtig ist, die als 'positiv, besonnen, gelassen, freudig' usw. bezeichnet wird, nur mit viel Fantasie Hoffung genannt werden. Hoffnung bezieht sich immer auf die Zukunft, und ist meistens einer Herabsetzung der Gegenwart gleich, weil man es 'in der Zukunft besser haben will als jetzt'. Zumindest habe ich noch nie etwas gegenteiliges gehört.

engelohnenamen hat geschrieben:
Ich war depressiv und bin es teilweise noch und trotzdem mobilisiere ich mich immer wieder, denn als ich gannz ohne Hoffnung war, wollte ich mich umbringen.

Möglich ist, dass du dich durch diesen Hoffnungskram selbst unter Druck setzt. Denn was ist eine Depression? Im Grunde eine Regenerationsphase. Psyche und Körper haben ihre Belastbarkeitsgrenzen und werden diese durch das Wirken diverser Faktoren überschritten, setzt eine Abwehrreaktion ein. Das ist wie wenn man einen Teenager fragen würde: Gehst du mit mir Einkaufen - und er sagt, nee Alter, ich bleibe jetzt liegen, brauche Kraft für etwas ganz anderes, für etwas wichtigeres. Was wir, Erwachsene aber tun - wir werten diese Phase negativ. Wir haben unsere Normen, nach denen ein Mensch zu funktionieren hat, zu leisten hat, wir setzen diese Standards in den Vordergrund und ignorieren unsere Bedürfnisse und Notwendigkeiten, oder die unserer Kinder, Familienangehöriger oder Bekannten. Das Ergebnis ist ein Rattenschwanz von Schuldgefühlen und Ängsten bei den Betroffenen.

Die 'Hoffnung' würde also in einer solchen Situation nicht der Gedanke an das Ende dieser Phase sein, weil dieser auch wieder nur Druck erzeugt, sondern die 'Hoffnung' daran, dass alles so gut ist wie es ist und es auch einen tieferen Sinn hat, der sich uns nicht immer erschliessen muss.

engelohnenamen hat geschrieben:
In diesem Sinne alles Liebe aus dem Allgäu

Wo die Kühe Glöckchen tragen und glücklich leben.

Liebe Grüße von irgendwo auf der Erde
Manava


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 Betreff des Beitrags: Re: Hoffnung gut?
BeitragVerfasst: 31.Aug.2011, 01:04 
Offline

Registriert: 01.Aug.2011, 18:23
Beiträge: 62
Ich denke nicht, dass Hoffnung generell gut oder schlecht ist. Das kommt immer darauf an.
Dass in bestimmten Situationen Hoffnung die subjektive Lebensqualität verschlechtern kann, ist wissenschaftlich erwiesen: http://www.nytimes.com/2007/12/09/magaz ... _hope.html

Meiner Meinung nach ist man erst wirklich frei, wenn man frei von der Hoffnung ist, das alles irgendwie und irgendwann besser wird. Wenn einem dann schlimme Dinge widerfahren kommt wenigstens nicht enttäuschte Hoffnung dazu - was manchmal das Schlimmste überhaupt bei negativen Erfahrungen sein kann. Anderseits kann man Triebe und spontane Impulse dann freier ausleben, weil man nicht ständig von Erwartungen abgelenkt ist.

Kommt wohl aber auch darauf an, was man unter Hoffnung versteht. Wenn es ein Warten auf etwas Unwahrscheinliches oder sogar ein Wunder ist, ist es furchtbar. Wenn man aber einfach eine optimistische Einstellung damit meint, eine Zuversicht, dass die Dinge, die man tut zu etwas Positiven führen, ist das schon wieder etwas ganz anderes.

Ich glaube, du bist mit deiner momentanen Einstellung, nichts mehr prinzipiell auszuschließen auf dem richtigen Weg.


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