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Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: einsamkeit, angst, soziale phobie, kein selbstvertrauen
BeitragVerfasst: 09.Jun.2010, 20:12 
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Registriert: 09.Jun.2010, 19:55
Beiträge: 855
hallo und einen schönen guten abend,
bin neu hier und schildere mal kurz und knapp meine probleme.

Bin mittlerweile 28, fühle mich wie ein Versager, der in Selbstmitleid bzw. Jammerei ertrinkt.

An mein Alter werden gewisse Erwartungen gestellt, aber ehrlich gesagt bin ich von meinem Entwicklungsstand eher bei 18-19 Jahren.

die harten Fakten:

Habe immer noch keine richtige Erstausbildung , habe zwar eine Ausbildung gemacht die mir aber nichts bringt. Weiss immer noch nicht was ich will, aufgrund meiner Matheschwäche ist meine Wahl sehr sehr eingeschränkt.

Stehe also in diesem fortgeschrittenen Alter ohne Ausbildung da.

Habe seit Jahren keine richtigen Freunde mehr bzw. bin enttäuscht worden oder an die falschen geraten.
Oder habe mich auch daneben benommen, denn mir fehlt es an sozialer Kompetenz. (egoistiches einzelkind)

Keine feste Freundin . Vielleicht alle 5 Jahre mal eine kurze Beziehung. (wenn dann die Probleme ans Licht kommen ist diejenige wieder weg oder ich breche aus Bindungsangst die Bez. ab)

Kein Erfolg :

studium überfordert mich teilweise, bin kurz vor Abbruch. (2.semester)
Weiss nicht ob ich hier oder woanders oder ueberhaupt noch studieren werde?
(das gleiche nochmal oder was anderes ......habe keine alternativen eigentlich)

teilweise bin ich faul,desorganisiert, plan- und disziplinlos, ohne Ehrgeiz & Willen, verlangsamt im Denken & Handeln.

Ich bräuchte eine "kopfklärung" . mein Kopf ist ein riesiges Durcheinander, absolutes Chaos. So wie mein Zimmer . Ich wohne allein und es ist sehr belastend für mich, den ganzen Tag alleine zu verbringen.
Aber ich kann auch nicht in dem Alter zu meinen Eltern zurück (?!)

ab und zu gehe ich joggen aber es bringt nur kurzzeitig entspannung und gute laune.

Habe an der Uni keinen Anschluss gefunden: vielleicht wegen dem Altersunterschied, dem optischen Unterschied (sehr goßer kopf) (sehe 4-5 jahre juenger aus )oder meinem komischen,unsicheren Verhalten ?

aber wie soll ich sozialer werden, wenn ich aus Gruppen ausgeschlossen werde. ein teufelskreis.
und alleine fehlt mir bei vielen dingen der elan.

Wenn ich mich mit anderen nett unterhalte und die sich vor meinen Augen verabreden aber mich nicht mitnehmen . Vielleicht rede ich nur lächerliche Sachen oder uninteressante.
Weiss schon gar nicht mehr was ich sagen soll, vielleicht wirke ich zu langweilig und steif.

Bin bei einer Psychologin , die Gespräche sind gut , aber ich denke es reicht nicht um mich komplett zu ändern.

Was soll ich nur tun ?

Für meine Familie bin ich der faule Versager.


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 Betreff des Beitrags: Re: einsamkeit, angst, soziale phobie, kein selbstvertrauen
BeitragVerfasst: 11.Jun.2010, 22:28 
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Registriert: 09.Jun.2010, 19:55
Beiträge: 855
auf der einen seite ist es gut, raus zu gehen ,damit man die chance hat leute kennen zu lernen.
auf der anderen seite kann ich dabei nicht gut gelaunt und locker sein, bin dann verkrampft .
alleine lernt man einfach am wochenende keine leute kennen.
es ist schlimm.


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 Betreff des Beitrags: Re: einsamkeit, angst, soziale phobie, kein selbstvertrauen
BeitragVerfasst: 12.Jun.2010, 10:17 
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Registriert: 08.Mär.2010, 11:36
Beiträge: 239
Wohnort: Berlin
Hallo,

ich weiß nicht, ob es Dir hilft, wenn ich Dir sage, dass ich eigentlich noch "schlimmer" bin!?

Wie lange bist Du denn schon in Therapie?

Grüße, Berliner


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 Betreff des Beitrags: Re: einsamkeit, angst, soziale phobie, kein selbstvertrauen
BeitragVerfasst: 12.Jun.2010, 10:48 
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Registriert: 09.Jun.2010, 19:55
Beiträge: 855
therapie ? die psychologengespräche habe ich langsam aber sicher satt.

ich brauche positive rückmeldung von Anderen.
Mal ein nettes Wort,sms oder eine Einladung anstatt Ignoranz, Ausgrenzung und Ablehnung.

Ich laufe wahrscheinlich manchen Leuten mit dem "bitte mag mich" Schild hinterher ,was so ziemlich das Gegenteil bewirkt. oder ich komme wirklich komisch rüber.

schönes wochenende!


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 Betreff des Beitrags: Re: einsamkeit, angst, soziale phobie, kein selbstvertrauen
BeitragVerfasst: 12.Jun.2010, 11:18 
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Registriert: 10.Mai.2008, 09:49
Beiträge: 2
hallo,

und die therapie bringt nichts, wie lang machst du das jetzt? weil das hab ich mir auch schon überlegt

was redet der psychologe denn da, wie versucht er da was an einem zu verändern`? das würd mich mal interessiern

ich wäre auch dankbar über einen tipp.


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 Betreff des Beitrags: Re: einsamkeit, angst, soziale phobie, kein selbstvertrauen
BeitragVerfasst: 12.Jun.2010, 11:52 
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Registriert: 09.Jun.2010, 19:55
Beiträge: 855
30secondstomars hat geschrieben:
therapie ? die psychologengespräche habe ich langsam aber sicher satt.

ich brauche positive rückmeldung von Anderen.
Mal ein nettes Wort,sms oder eine Einladung anstatt Ignoranz, Ausgrenzung und Ablehnung.

Ich laufe wahrscheinlich manchen Leuten mit dem "bitte mag mich" Schild hinterher ,was so ziemlich das Gegenteil bewirkt. oder ich komme wirklich komisch rüber.

schönes wochenende!


hallo,

das sind noch diese probesitzungen.
war bis jetzt 4 mal dort

wobei der psychologe meist etwas feststellt, aber keine konkreten lösungsvorschläge anbietet.
generell scheint er kein wirkliches konzept zu haben und hört sich alles mal an ,schaut dabei auf die uhr und sitzt die stunde aus. und wenn die zeit rum ist, dann muss ich aber sofort gehen, da kann er auch mal ungehalten sein ,wenn ich noch eine oder zwei Fragen habe. "Diskutieren wir dann das nächste Mal" sagt er dann immer.

suche mir einen anderen psychologen oder lasse es ganz bleiben.


allgemein: mein äußeres (und oft entscheidendes) aussehen kann keine therapie / therapeut verändern. nur mein inneres .


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 Betreff des Beitrags: Re: einsamkeit, angst, soziale phobie, kein selbstvertrauen
BeitragVerfasst: 12.Jun.2010, 11:57 
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Registriert: 09.Jun.2010, 19:55
Beiträge: 855
mich selbst zitieren wollte ich jetzt nicht :lol: , die antwort geht an kalte sonne :)


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 Betreff des Beitrags: Re: einsamkeit, angst, soziale phobie, kein selbstvertrauen
BeitragVerfasst: 12.Jun.2010, 21:58 
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Registriert: 01.Jan.2010, 18:15
Beiträge: 603
30secondstomars hat geschrieben:
Ich bräuchte eine "kopfklärung" . mein Kopf ist ein riesiges Durcheinander, absolutes Chaos. So wie mein Zimmer . Ich wohne allein und es ist sehr belastend für mich, den ganzen Tag alleine zu verbringen.
Aber ich kann auch nicht in dem Alter zu meinen Eltern zurück (?!) [...]
Für meine Familie bin ich der faule Versager.

Hast Du noch was mit Deinen Eltern "aufzuräumen", um eine eigene Person zu sein?


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 Betreff des Beitrags: Re: einsamkeit, angst, soziale phobie, kein selbstvertrauen
BeitragVerfasst: 13.Jun.2010, 08:32 
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Registriert: 03.Dez.2009, 14:13
Beiträge: 39
Wohnort: Hamburg
30secondstomars hat geschrieben:
hallo und einen schönen guten abend,
Ich bräuchte eine "kopfklärung" . mein Kopf ist ein riesiges Durcheinander, absolutes Chaos. So wie mein Zimmer . Ich wohne allein und es ist sehr belastend für mich, den ganzen Tag alleine zu verbringen.
Aber ich kann auch nicht in dem Alter zu meinen Eltern zurück (?!)

ab und zu gehe ich joggen aber es bringt nur kurzzeitig entspannung und gute laune.


Hallo,
ich habe bei dem Thema "Wohnen" aufgehorcht, die Analogie der Wohnsituation und des Seelenzustands ist nicht falsch. So wie Du Dein Zimmer gestaltest so ist auch Deine Wertschätzung Dir selber gegenüber. Da ich auch ein kleiner Chaot bin, "kreatives Chaos" ist eine Ausrede, versuche ich daran zu arbeiten. Hast Du mal über eine WG nachgedacht? Da hast Du dann ein gewisses Zuhause und musst Dich selber auch mal disziplinieren, und zur Not ist auch mal jemand zum Quatschen da, man soll von den WG Partnern natürlich nicht die Lösung aller Lebensprobleme erwarten. Bloß nicht zu den Eltern zurück, da bist Du nur in der Kinderrolle mit Erwartungen an Deinen beruflichen Erfolg.

Was ist mit einer Laufgruppe, wenn Du gerne joggst?

Und was Dich beruflich interessiert, da musst Du Dir schon selber Gedanken machen, die Matheschwäche zählt nicht, guck eher was Dich interessieren würde, was Du gerne machen würdest, wenn all Deine anderen Probleme nicht wären.
Vermutlich wirst Du Dich in 20 Jahren darüber freuen, wenn Du dann noch imemr jünger aussiehst ...

Grüße von einer alten Sonne


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 Betreff des Beitrags: Re: einsamkeit, angst, soziale phobie, kein selbstvertrauen
BeitragVerfasst: 13.Jun.2010, 15:34 
Offline

Registriert: 09.Jun.2010, 19:55
Beiträge: 855
Hallo,
ich habe bei dem Thema "Wohnen" aufgehorcht, die Analogie der Wohnsituation und des Seelenzustands ist nicht falsch. So wie Du Dein Zimmer gestaltest so ist auch Deine Wertschätzung Dir selber gegenüber.
Da ich auch ein kleiner Chaot bin, "kreatives Chaos" ist eine Ausrede, versuche ich daran zu arbeiten. Hast Du mal über eine WG nachgedacht?

Ja, war bei 4 oder 5 WG Besichtigungen insgesamt. Aber an einer der Kriterien bzw. der vielen Bewerbermengen bin ich bisher gescheitert.
kriterien wie z.b. : handwerklich begabt ? kannst du kochen ? einzelkind oder geschwister? alter? usw.
Unter einem 28 jährigen stellt man sich jemand anders vor. Von meinem Entwicklungsstand bin ich nicht bei 28.
Folglich muesste ich sagen " ich bin 22", damit die Erwartungen an mich nicht so hoch sind.


Da hast Du dann ein gewisses Zuhause und musst Dich selber auch mal disziplinieren, und zur Not ist auch mal jemand zum Quatschen da, man soll von den WG Partnern natürlich nicht die Lösung aller Lebensprobleme erwarten.

ja, das koennte ein problem werden. wg mitbewohner haben erstens ihre eigenen probleme und sind zweitens nicht familiär an mich gebunden. Möglicherweise wuerde ich zumindest am Anfang in einer Wg anecken.

Bloß nicht zu den Eltern zurück, da bist Du nur in der Kinderrolle mit Erwartungen an Deinen beruflichen Erfolg.

Das stimmt.
Auf der einen Seite ist hier der sichere Hafen und eine Wohnung für mich vorgesehen (und später frau , kind und kegel :roll: ).
Dabei aber auch anstrengende Eltern mit ständiger Kritik und Anweisungen.
Und je älter ich werde, desto schlimmer wird es.


Auf der anderen Seite die anonyme Stadt mit schnellen, unverbindlichen Kontakten , viel Einsamkeit und viel zu vielen (negativen) Gedanken in meinem Kopf.
Ein Studium und alleine zu wohnen erfordert viel Disziplin und Willen, die ich beide bisher nicht habe.

Kurz gesagt: zu Hause wird um mich ein Eiertanz veranstaltet und "da draussen" interessiert sich niemand für mich.





Was ist mit einer Laufgruppe, wenn Du gerne joggst?


Gute Idee! Werde ich mal in Angriff nehmen. Wollte letztens in eine Beachvolleyballgruppe, hat sich aber aus zeitl. Gründen nicht mehr ergeben


Und was Dich beruflich interessiert, da musst Du Dir schon selber Gedanken machen, die Matheschwäche zählt nicht, guck eher was Dich interessieren würde, was Du gerne machen würdest, wenn all Deine anderen Probleme nicht wären.
Vermutlich wirst Du Dich in 20 Jahren darüber freuen, wenn Du dann noch imemr jünger aussiehst ...

Grüße von einer alten Sonne[/quote]

Nun, die Matheschwäche ist schon ein Grund für die vielen Schwierigkeiten.
Nenne mir bitte einen Studiengang der a) nichts mit Mathe zu tun hat und b) der nicht brotlos ist :wink:


einen schönen Sonntag noch!


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