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Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Einsam und verloren
BeitragVerfasst: 16.Sep.2011, 17:55 
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Registriert: 16.Sep.2011, 17:47
Beiträge: 249
So, hier also quasi meine Lebensbeichte


Machen wir es einfach: Ich fühl mich wie ein Fall für die geschlossene Anstalt.
Nachts leide ich unter Panik-Attacken und habe die übelsten Gedankenspiele.

Leiden tu ich an totaler Versagensangst. Also Angst das mein ganzes Leben so bleibt wie die letzten Jahrzehnte. Einsam, unsinnig und verschwendet.

Ich habe keine Freunde, keine Bekannten und bleibe 7 Tage die Woche zu Hause. Nur zum Einkaufen oder zum Ausleihen von DVDs geh ich raus.

Meine letzten Ärzte haben mir alle geraten aus dem Haus meiner Eltern auszuziehen. Am besten in eine andere Stadt oder sogar Land. Je weiter weg ich von meinen Eltern sei desto besser... aber dort (so sag ich) würde ich dann wieder alleine sein.

Ein anderer Rat, das Ausgehen, ist ebenfalls blödsinnig. Alleine geh ich nicht raus. Und da ich niemanden kenne... tja, Teufelskreis.

Irgendwelche Ratschläge?


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 Betreff des Beitrags: Re: Einsam und verloren
BeitragVerfasst: 16.Sep.2011, 18:03 
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Registriert: 09.Aug.2011, 18:52
Beiträge: 71
Warum sollst Du unbedigt von Deinen Eltern weg ziehen? Hast Du eine Therapie gemacht? Hier ist doch die Gelegenheit liebe Menschen kennen zu lernen.

Liebe Grüße
Claudia


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 Betreff des Beitrags: Re: Einsam und verloren
BeitragVerfasst: 16.Sep.2011, 18:20 
Offline

Registriert: 16.Sep.2011, 17:47
Beiträge: 249
naja, ich verbringe jeden Urlaub mit meinen Eltern, wenn sie was unternehmen bin ich dabei

um es mit den Worten des letzten Arztes zu sagen: ich verbringe zuviel Zeit mit alten Leuten :roll:
aber ich glaube es nicht

eine Therapie? nein, mein Arzt macht das nebenher. ich versuchte eine Zeit lang n Therapie-Platz zu finden, aber 6 monate wartezeit sind mir zuviel, also hab ich das aufgegeben


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 Betreff des Beitrags: Re: Einsam und verloren
BeitragVerfasst: 16.Sep.2011, 19:50 
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Registriert: 15.Sep.2011, 16:05
Beiträge: 533
Wohnort: EU
Hallo!

Bei mir wäre es auch die beste Lösung, die "Quelle" des Problems zu verlassen, da ich mich nicht mit den Eltern verstehe. Sie verhalten sich immer noch wie am 1. Tag, kapieren nichts.
Ständig gibts Zoff und schweigt man sich an, jedenfalls von meiner Seite.


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 Betreff des Beitrags: Re: Einsam und verloren
BeitragVerfasst: 16.Sep.2011, 20:04 
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Registriert: 16.Sep.2011, 17:47
Beiträge: 249
also ich finde ich komme sehr gut mit ihnen klar. ausserdem sind sie die einzigen, mit denen ich mich verstehe, mein einziger Anker im Leben.
ohne sie... bin ich nichts
und daher auch meine Exit-Strategie wenn sie in ein paar Jahren nicht mehr da sind


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 Betreff des Beitrags: Re: Einsam und verloren
BeitragVerfasst: 16.Sep.2011, 21:02 
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Registriert: 21.Nov.2010, 17:53
Beiträge: 65
Also, ich finde, du solltest unbedingt eine Therapie machen, auch wenn du ein halbes Jahr oder länger auf einen Platz warten muss. Ich glaube nicht, dass ein Arzt das einfach so nebenher machen kann. Die Zeit vergeht ja sowieso. Wenn du dich jetzt auf die Warteliste setzen lässt, hast du dann eben in einem halben Jahr oder in einem Jahr einen Platz. Wenn die Probleme, wie du schreibst einerseits schon lange bestehen und andererseits sich aber auch nicht so schnell erledigen werden, kommt es auf einige Monate Wartezeit eigentlich nicht so an. Mit einem Therapeuten oder einer Therapeutin hättest du auf jeden Fall schon mal eine Bezugsperson außer deinen Eltern, d.h. egal ob du jetzt ausziehst oder nicht, bist du dann schon mal nicht mehr ausschließlich auf deine Eltern angewiesen. Und du kannst Unterstützung dabei bekommen, weitere Menschen zu finden und eine Perspektive zu gewinnen.
Wenn du Schwierigkeiten hast, alleine rauszugehen, ist es außerdem vielleicht tatsächlich eine Möglichkeit, Leute übers Internet kennenzulernen. Oder du gehst in einen Verein oder Volkshochschulkurs oder so etwas, dann bist du auch nicht alleine, wenn du dort hingehst.

Viele Grüße
Gabi


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 Betreff des Beitrags: Re: Einsam und verloren
BeitragVerfasst: 16.Sep.2011, 21:07 
Offline

Registriert: 16.Sep.2011, 17:47
Beiträge: 249
naja, ich studiere nebenbei und bin berufstätig... also war es bis vor kurzem... hat nix mit meiner psyche zu tun der job
aber schon seit der Schulzeit ist es so das ich die Pausen am liebsten alleine in einer dunklen ecke verbringe. kann daran liegen das ich in der schule 10 jahre lang fast täglich verprügelt wurde (sowohl von den jungs als auch von den mädchen).
und im beruf hab ich die halbe stunde mittagspause damit verbracht das ich mich in meinem wagen eingesperrt habe, decke über den kopf (no joke)
aber ich empfand das als erleichterung. achja, und ich hab 10 jahre in der firma gearbeitet, aber mir nie auch nur den vornamen der leute um mich herum gemerkt... bis auf 1 oder 2 ausnahmen


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 Betreff des Beitrags: Re: Einsam und verloren
BeitragVerfasst: 16.Sep.2011, 21:08 
Offline

Registriert: 21.Nov.2010, 17:53
Beiträge: 65
kleine Ergänzung: Du schreibst ja, du leidest unter Ängsten und schlimmen Gedanken und kommst dir vor wie ein Fall für die Geschlossene: Du könntest ganz im Ernst tatsächlich einen Klinikaufenthalt machen. Das ist nichts Verwerfliches oder Ehrenrühriges. Und das ist dann auch nicht die Geschlossene, sondern du bist frei zu kommen und zu gehen. Wenn dir "Psychiatrie" zu negativ klingt - obwohl es das eigentlich nicht ist - könntest du auch in eine psychosomatische Klinik gehen. Sprich doch mal mit deinem Arzt darüber.

Viele Grüße,
Gabi


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 Betreff des Beitrags: Re: Einsam und verloren
BeitragVerfasst: 16.Sep.2011, 21:17 
Offline

Registriert: 16.Sep.2011, 17:47
Beiträge: 249
:roll: der letzte Arzt meinte dazu: entweder sie suchen sich einen Therapieplatz oder sie lassen sich gleich ein Grab ausheben
Ich mag den Gedanken ans weggehen nicht. Sogar Jugendherbergen hab ich gehasst und bin aus Zweien sogar heimlich abgehauen um nach Hause zu gehen. Boah waren die Lehrer sauer. Aber meine Eltern waren (und sind es immer noch) auf meiner Seite

blöd is in der Situation auch die Nachbarschaft. Is so ne verbockte Gesellschaft die sagt: boah, der Kerl ist über 30 und hat keine Frau? Der muss Schwul sein! (was ich nicht bin... hoffe ich)
Aber solche Gedanken müssen denen ja kommen. Warte noch immer auf meine Erste Freundin und/oder den ersten Kuss. Aber daraus wird in diesem Leben nix, meine Haltbarkeit ist abgelaufen und für solche Dinge wie "Freundschaft" und "Liebe" bin ich zu alt (und glaube auch nicht das sowas existiert. Ich Erste Person Einzahl! so mein Motto)


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 Betreff des Beitrags: Re: Einsam und verloren
BeitragVerfasst: 16.Sep.2011, 21:53 
Offline

Registriert: 21.Nov.2010, 17:53
Beiträge: 65
kalle1980 hat geschrieben:
:roll: der letzte Arzt meinte dazu: entweder sie suchen sich einen Therapieplatz oder sie lassen sich gleich ein Grab ausheben
Ich mag den Gedanken ans weggehen nicht. Sogar Jugendherbergen hab ich gehasst und bin aus Zweien sogar heimlich abgehauen um nach Hause zu gehen. Boah waren die Lehrer sauer. Aber meine Eltern waren (und sind es immer noch) auf meiner Seite


Wenn du z.B. nicht in eine Klinik gehst, sondern eine ambulante Therapie machst, brauchst du ja nicht woanders zu übernachten. Du gehst dann nur kurz mal hin und dann ja wieder nach Hause. Was ist es, was dich davon abhält?

Ich denke nicht, dass deine Situation hoffnungslos ist. Wenn du jetzt schon hundert Therapien gemacht hättest, alle ohne Erfolg, dann wäre es vielleich nicht so einfach, eine positive Perspektive aufrechtzuerhalten. Aber wenn du noch gar keine oder nicht so viel Therapie gemacht hast, sind da noch alle Chancen auf Änderung und Besserung drin! Allein die Tatsache, dass du hier im Forum schreibst, zeigt doch, dass du Wege suchst und Schritte vorwärts machst. Wenn du dabei Unterstützung bekommst von einer Person, mit der du regelmäßig sprechen kannst, hast du doch ganz viel Entwicklungspotential!


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