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kalle1980
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Betreff des Beitrags: ein neues spiel, kein neues glück Verfasst: 29.Dez.2011, 09:44 |
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Registriert: 16.Sep.2011, 17:47 Beiträge: 249
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Tjaja, so schnell kann es gehen. Eben noch hieß es YAY!, neue Arbeit. Ich komm hier raus.
Aber jetzt bin ich wieder hier. Was ist nur geschehen, fragt ihr euch?
Easy: Erster Job war vom 1.12 bis 15.12. Danach habe ich gekündigt weil ich das nicht machen konnte, was der Chef verlangte. Was das war? Über Suchmaschinen Firmen in Deutschland finden, die ein bestimmtes Produkt herstellen. Diese sollte ich dann anrufen und sie fragen, ob wir nicht für die Werbung machen sollen... Als Bonbon noch obendrauf sollte ich Städte und Gemeinden anrufen und fragen, ob wir nicht kostenlos für die ihre Ausschreibungen ins Internet stellen sollen. Der geneigte Leser mag sich nun fragen: Hey, wieso kündigst du, ist doch n Top Job! ...wie gesagt, ich habe das 2 Wochen am Stück gemacht und etwa 500 Leute angerufen. Zu 100% habe ich Ablehnungen erhalten. Entweder hatten die alle keinen Bedarf oder machten das schon längst. Und jede Stadt/Kommune die ich anrief verwies auf eine bereits existierende Datenbank und das sie kein Interesse an diesem Billigprodukt hätten, das wir da versuchen.
Einer riet mir sogar direkt, mir einen neuen Job zu suchen.
Spätestens nach der Ersten Woche sprach eine kleine Stimme in mir: Such dir was anderes. Da kam mir der Anruf eines Jobvermittlers gerade recht. Hey, Büroarbeit für die Krankenkasse, nur Vormittags bis maximal 14 Uhr (als jemand, der am WE studiert perfekt), kein Call-Center und hohe Übernahmechance! Gesagt, getan. Am nächsten Tag werf ich dem alten Chef die Brocken hin und nach Weihnachten begann mein neuer Job... Für etwa 15 Minuten. Dann war ich weg! Wieso das? 4 Festangestellte, 100 Zeitarbeiter. Arbeitszeit von 7-16 Uhr (was im Vertrag steht ist falsch, sagte der Chef) Akkordarbeit. 150 Fälle pro Tag mindestens oder ich kann direkt wieder gehen. Als ich meinen Jobvermittler anrufen wollte bekam das jemand mit und meinte: Entweder sie arbeiten zu den Bedingungen oder sie gehen gleich wieder. Es gibt genug billige Aushilfskräfte da draussen, die den Job mit Kusshand nehmen. Als dann noch gesagt wurde, das ich nur bis Ende Januar da arbeiten würde und dann werde ich automatisch entlassen nahm ich meine Jacke und war weg. Verarschen lassen tu ich mich nicht.
Nun bin ich also weiterhin arbeitslos. Tja, aber ich hab es auch nicht besser verdient. Nächste Woche hab ich den ersten Termin bei einer neuen Ärztin, die Einladung zur Silvesterfeier eines entfernten Bekannten hab ich abgesagt. Nächstes Jahr werd ich das Studium aufgeben, weil das Geld vom Amt nicht reichen wird dafür.
Im Augenblick (nein, bin nicht Selbstmordgefährdet) sehe ich mich wieder einmal bestätigt. Ich bin dumm, hässlich, ungeschickt, habe anscheinend Körperliche und Geistige Behinderungen, habe nur ein Wertloses Abitur und eine Ausbildung, die weniger Wert ist als die Wasserstandsmeldung von gestern. Einfach ein Dreckiges, wertloses Stück Scheiße, welches von niemandem mit einem Rest würde beachtet werden sollte.
Sorry das ich euch belästigt habe. Jeder hat etwas besseres Verdient, als von meiner Existenz zu wissen.
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blauebanane
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Betreff des Beitrags: Re: ein neues spiel, kein neues glück Verfasst: 29.Dez.2011, 10:48 |
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Registriert: 08.Jul.2011, 20:31 Beiträge: 38
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Dumm scheinst Du zumindestens nicht zu sein, sonst hätte das mit dem Abi und dem Studium nicht geklappt. Wie weit bist Du denn mit dem Studium ?
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Lady1988
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Betreff des Beitrags: Re: ein neues spiel, kein neues glück Verfasst: 29.Dez.2011, 11:04 |
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Registriert: 13.Jul.2010, 13:20 Beiträge: 709
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Huhu Kalle,
es zeigt doch von viel Seölbstbewusstsein und Selbstvertrauen das du nicht kuschen tust. du weißt selbst was für dich gut ist. also ich finde das klasse, viele hätten einfach das gemacht was man ihnen sagt, aber du hast den Mut Tschüss zu sagen. die einstellung die die Chefs haben sind deren Meinung, das ändert aber nichts an den Wert des Menschen, also an Dir. Warum sollst Du ungeschickt behindert etc sein?? die Firmen arbeiten niveaulos und sehen nur den Gewinn... Jeder Mensch ist für die nur Mittel zum Zweck. Mit dir hat das absolut gar nicht zu tun.... 100 Zeitarbeiter, das sagt ja schon alles. Alle müssten so sein wie du und tschüss sagen denn dann könnten sie ihre Firma zu machen.
Mit deinen Studium wieso beantragst du da kein Meisterbafög? Das musst du zwar zurückzahlen (bei bestandener Prüfung glaube 60 %), aber du hast erstmal was.
Was studierst du eigentlich?
LG
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kalle1980
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Betreff des Beitrags: Re: ein neues spiel, kein neues glück Verfasst: 29.Dez.2011, 11:29 |
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Registriert: 16.Sep.2011, 17:47 Beiträge: 249
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Wirtschaftsinformatik. Wie gesagt, 12 Prüfungen hab ich versucht und alle 12 bisher nicht bestanden. Vielleicht weil ich abgelenkt war. Tod der Oma, aus dem alten Beruf gemobbt usw.
Vielleicht sollte ich es doch wieder in nem Call-Center versuchen. Im letzten wurde ich rausgemobbt und das Gehalt von 7,50 pro Stunde ist echt wenig, aber besser als Arbeitslos sein. Auch wenn es dann wohl mein Entgültiges Begräbnis wäre.
Gestern bei RTL: Wer weniger als 1800 Brutto im Monat verdient ist ein Geringverdiener Heute in der Zeitung: Das Durchschnittseinkommen der Deutschen lag 2011 bei 2500 Brutto
Ich hab Bürokaufmann gelernt und PC-Techniker. Und Verkäufer. Wie gesagt, hab Abi und laufendes Studium.
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snekistar
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Betreff des Beitrags: Re: ein neues spiel, kein neues glück Verfasst: 29.Dez.2011, 13:17 |
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Registriert: 05.Dez.2011, 09:01 Beiträge: 67
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kalle1980 hat geschrieben: Gestern bei RTL: Wer weniger als 1800 Brutto im Monat verdient ist ein Geringverdiener Heute in der Zeitung: Das Durchschnittseinkommen der Deutschen lag 2011 bei 2500 Brutto
Ich hab Bürokaufmann gelernt und PC-Techniker. Und Verkäufer. Wie gesagt, hab Abi und laufendes Studium. Du bist 31, vielleicht solltest du einfach mal anfangen zu arbeiten. Alles ist dir nicht gut genug, dir gefällt die Firmenpolitik nicht, du wirst nicht nach deinen Qualifikationen entlohnt. Wobei ich mich frage, wieso du dich nicht in den Bereichen bewirbst wo du wenigstens eine Ausbildung vorweisen kannst? Andere Leute arbeiten seit Jahrzehnten und hatten auch nicht vom ersten Tag an ein gutes Einkommen. Beweis doch erstmal deinem Arbeitgeber, dass gerade du der Firma Profit bringst. Entschuldige die harten Worte 
_________________ Hunde die bellen, beißen nicht...meistens nicht
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kalle1980
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Betreff des Beitrags: Re: ein neues spiel, kein neues glück Verfasst: 29.Dez.2011, 13:38 |
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Registriert: 16.Sep.2011, 17:47 Beiträge: 249
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uhm, ich fass das mal so zusammen:
99-02: Bürokaufmann, 350 euro lohn (640DM, umgerechnet auf 350) während des Dritten Lehrjahres 03-05: weiterbildung und arbeit als PC-Techniker und Verkäufer. 1€ die Stunde 06-11: Call-Center, 7,49€ die Stunde
Ich bewerb mich als Bürokaufmann, Sekretär, Techniker, Verläufer, Fahrer (alter Schein Klasse 3) und kriege zu 100% Absagen von anderen Firmen. Nur Call-Center sagen immer: komm zu uns, 6,49€ die Stunde zahlen wir, den Rest holst du dir durch nen Zweitjob oder das Sozialamt.
Und ja, Ihr Kommentar war wirklich hart. Für mich fast schon eine Beleidigung.
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Capricorn
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Betreff des Beitrags: Re: ein neues spiel, kein neues glück Verfasst: 29.Dez.2011, 14:43 |
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Registriert: 26.Dez.2010, 13:31 Beiträge: 551 Wohnort: Bayern
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kalle1980 hat geschrieben: Im Augenblick (nein, bin nicht Selbstmordgefährdet) sehe ich mich wieder einmal bestätigt. Ich bin dumm, hässlich, ungeschickt, habe anscheinend Körperliche und Geistige Behinderungen, habe nur ein Wertloses Abitur und eine Ausbildung, die weniger Wert ist als die Wasserstandsmeldung von gestern. Einfach ein Dreckiges, wertloses Stück Scheiße, welches von niemandem mit einem Rest würde beachtet werden sollte. Ja, sicher FÜHLST du dich jetzt so. Aber das kann überhaupt nicht stimmen. Du scheinst, deiner Ausbildung entsprechend, alles getan zu haben, was geht. Ich denke, du bist eines von vielen Opfern unseres menschenunwürdigen Arbeitsmarktes. DA liegt "der Hund begraben", meine ich. Ich wünsche dir, dass du in diesem Gefühl nicht hängenbleibst und keine Gewissensbisse bekommst, solltest du von Sozialleistungen leben müssen. Dafür sind die da! Es ist nicht DEIN Problem, sondern das Problem der Politiker, die richtigen Rahmenbedingungen im Arbeitsmarkt zu installieren. Und wenn die das nicht schaffen, dann haben Betroffene DAS RECHT !!! auf Sozialleistungen. Noch haben wir juristisch keine Wirtschafts-Diktatur, sondern immer noch eine Demokratie! Kopf hoch! Und mach dich nicht auch noch selbst schlecht! kalle1980 hat geschrieben: Sorry das ich euch belästigt habe. Jeder hat etwas besseres Verdient, als von meiner Existenz zu wissen. Und sowas solltest du auch nicht mehr schreiben und auch nicht denken! LG Capri
_________________ Auch wenn 50 Millionen etwas Dummes sagen, bleibt es trotzdem eine Dummheit (A.France)
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kalle1980
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Betreff des Beitrags: Re: ein neues spiel, kein neues glück Verfasst: 29.Dez.2011, 14:58 |
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Registriert: 16.Sep.2011, 17:47 Beiträge: 249
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na klasse. gerade noch einmal mit nem Jobvermittler geredet. Hab ihm klargemacht das ich kein Call-Center machen will und werde... wenn ich das mache, kann ich mich direkt begraben lassen. Auch auf sein Argument: Ja, aber sie haben das doch 5 Jahre lang gemacht, was anderes können Sie nicht machen... Hab ich nur antworten können das ich ja wohl genug anderes gelernt hätte.
...Call-Center könnte er ganz schnell vermitteln. 6 Stunden bei 7 Euro die Stunde, den Rest kann ich doch übers Sozialamt beantragen oder mir einen 4 Stunden Zweitjob suchen.
Seuft. Noch habe ich 6 Monate Zeit, ehe ich in Harz-Fear abrutsche. Aber ich glaube nicht, das ich es vermeiden kann. Ich glaube nicht, das es überhaupt einen Gerecht bezahlten Job gibt.
Oder verdient hier jemand mehr als 900 Netto im Monat?
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Capricorn
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Betreff des Beitrags: Re: ein neues spiel, kein neues glück Verfasst: 29.Dez.2011, 15:24 |
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Registriert: 26.Dez.2010, 13:31 Beiträge: 551 Wohnort: Bayern
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Video-Clips zur Aufklärung der Arbeits-Situation: 6,5 Millionen Hartz4-Empfänger, minus 800.000 offene Stellen, ergibt 5,7 Millionen Arbeitslose, EGAL ob sie arbeiten wollen oder nicht! Die Schuld an Arbeitslosigkeit kann also gar nicht an den Betroffenen liegen! Und zur „spätrömischen Dekadenz“ (der Sozialleistungs-Empfänger): Milliardäre, die ihr Geld in die Schweiz bringen, Leute die bei ihren Steuererklärungen pfuschen, Jeder, der versucht seinen Premium-Tarif abzuzocken, der mit seinem Auto seinen Nachbarn neidisch machen will … Dieses Verhalten findet sich in jeder Bevölkerungsschicht. Mit welchem Recht können wir einfordern, dass Hartz4-Empfänger die besseren Menschen sein sollen und eine höhere Bereitschaft auf Gegenleistung zeigen sollen, als der Rest der Gesellschaft?!? http://www.youtube.com/watch?v=P_igBUE8xKoIn den letzten Jahren sind die Reallöhne der mittleren und unteren Einkommen um 15% gesunken. 1 Million Deutsche arbeiten inzwischen bei Leiharbeitsfirmen und bekommen nur 70% des regulären Lohns 1,4 Millionen arbeiten als Aufstocker, die haben eine volle Stelle, verdienen aber so wenig, dass es nicht mal für Hartz4 reicht, die berühmten 4-Euro-Jobs, und die Differenz zwischen dem Gehalt und dem Hartz4-Satz kriegen die dann aus Steuergeldern aufgestockt. 6 Millionen Menschen arbeiten auch in Vollzeit und verdienen nicht mal 10.000 Euro brutto im Jahr, die arbeiten für unter 900 € brutto im Monat, und davon bezahlen sie noch 20% für Sozialversicherung u. dgl. Das heisst: Fast 20% der Bevölkerung sind im Niedriglohn-Sektor tätig. Die haben keine Perspektive dass es besser wird, im Gegenteil, es wird ihnen jetzt Hoffnung auf Altersarmut gemacht. Und die Merkel’sche meint dazu: Deutschland geht es gut. Und das ist ein Grund zur Freude. Volker Pispers klärt (kabarettistisch) auf: http://www.youtube.com/watch?v=9uGl5eJbhPg
_________________ Auch wenn 50 Millionen etwas Dummes sagen, bleibt es trotzdem eine Dummheit (A.France)
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kalle1980
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Betreff des Beitrags: Re: ein neues spiel, kein neues glück Verfasst: 29.Dez.2011, 19:21 |
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Registriert: 16.Sep.2011, 17:47 Beiträge: 249
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hab gerade die Pro7 Nachrichten gesehen. Als Betroffener Arbeitsloser ging es da um mich. Fast 1 Million Menschen rutschen von ihrer Arbeit direkt in Hartz4 ab. Entweder weil sie nicht lange genug gearbeitet haben (12 Monate in 2 Jahren) ODER sie verdienten so wenig, das sie eh auf Hartz4-Niveau sinken. Wenn ich jetzt bedenke, das ich in 6 Monaten nur Jobangebote bekam, wo weniger als 1000 Brutto bezahlt werden  das macht einen Fertig. Noch schlimmer aber die Aussage danach: Noch nie waren die Chancen so hoch, einen gut bezahlten Arbeitsplatz zu bekommen wie heute. Wer also eine gute Ausbildung hat der sollte sich mal nach einer besseren Stelle umsehen. Und was hab ich mich umgesehen seit dem Sommer... mir kann keiner sagen, ich seie nicht flexibel. Elektroverkäufer, Techniker, Sekretär, Büroangestellter. 50 Kilometer pro Strecke sind kein Problem. Anzahl Bewerbungen: Jenseits der 350. Gespräche: Weniger als 50. Kein Geld, kein Job, keine Perspektive für die Zukunft. Keine Chance.
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