Was machst du denn so außer Uni und Freundin?
Manchmal passiert es nämlich, dass die Freundin/der Freund eigentlich die einzige Beschäftigung ist in der Freizeit, die man hat, und dann geht's einem sofort schlecht, wenn was nicht stimmt, oder man vermisst sie/ihn andauernd, wenn sie/er mal keine Zeit hat. Und sich so sehr auf den Partner zu fixieren ist natürlich fatal.
Ein bisschen Sehnsucht und Vermissen sind ganz normal. Aber wenn dir jetzt der Antrieb zum Studium -das ja deine eigene Zukunft ist- fehlt, dann würde ich an deiner Stelle gucken, dass sich was ändert.
Ich leb mit meinem Freund auch seit 3 Jahren in einer Fernbeziehung. Erst "nur" schlappe 40km, eine Stunde Zugfahrt, bald wird er an die französische Grenze ziehen, dann trennen uns gut 3h Zugfahrt. Am Anfang unserer Beziehung ging es mir oft grottenschlecht, wenn ich nach einem erfüllten Wochenende bei ihm wieder nach Hause fahren musste. Dann kam eine Woche lang Schule und dann wieder ein Beziehungs-WE. Die 5 Tage dazwischen waren wie ein Jammertal, am WE war ich total überglücklich. Ständig bin ich zwischen zwei Extremen hin und her geschwankt, oft hab ich geweint, wenn wir uns getrennt haben, obwohl ich ja wusste, dass wir uns wieder sehen. Mein Freund hat mir damals gesagt, dass ich Zuhause auch Dinge brauche, auf die ich mich freuen kann, dass ich mich auch um mich kümmern muss. ICH muss der Mittelpunkt meines Lebens sein, nicht er. Und da hatte er damals verdammt Recht. Je besser ich in der Schule wurde, je lieber ich da hin ging, je mehr Hobbies ich gemacht hab, desto mehr rückte ich wieder selber in den Mittelpunkt. Das heißt nicht, dass ich ihn jetzt weniger liebe als vorher, ganz bestimmt nicht. Aber ich häng jetzt mein Glück und meine Lebenslust nicht mehr an ihn, ich hab mein eigenes Leben und kann meine Freizeot selber gestalten, ich brauch ihn nicht, um glücklich zu sein.
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