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201720.03




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Nordsee
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Hallo liebe Foren Menschen,

gerade bin ich ein bisschen verunsichert und dachte ich poste hier mal, in der Hoffnung eine Einschätzung von euch zu bekommen.

Ich leide an einer komplexen Traumatisierung aus der eine Agoraphobie und eine rezdivierende Depression entstanden ist. Seit vier Jahren arbeite ich nun meine Geschichte auf, die ich lange verdrängt hatte und bin seit diesem Jahr das erste mal wieder im vollen Besitz aller verdrängten Erinnerungen (Missbrauch, Gewalt, Pflege und Krebstod der Mutter u.s.w). Zum einen habe ich eine fraktionierte Therapie in einer Klinik gemacht. Das heißt ich war jedes Jahr stationär etwa sechs Wochen dort. Zum anderen habe ich zu Hause einmal die Woche ambulante Therapie gemacht. Dieses Jahr meinte meine Therapeutin in der Klinik, dass ich stationär durch sei und den Rest ambulant bearbeiten könne. Da das auch mein Gefühl war, habe ich mich sehr gefreut.

Als ich nun wieder kam, meinte mein ambulanter Therapeut sehr unerwartet, dass er das Gefühl habe mir nicht mehr weiter helfen zu können und mich bittet einen Ersatz zu finden. Das war irgendwie schon ein komisches Gefühl, aber da ich auch manchmal dachte das wir bei ihm therapeutisch sehr an der Oberfläche bleiben, habe ich es als Chance gesehen.

Nun war ich heute zum Kurzkontakt bei einer möglichen Nachfolge und die meinte auch: "vier Jahre Therapie und dann noch ambulant und stationär. Wer soll Ihnen denn da noch weiter helfen?"

Und das hat mich dann doch verunsichert.
Ist es nicht so, dass Lebensgesschichten unterschiedlich sind und daher eine Therapie auch unterschiedlich lange dauern kann? Gerade im Bereich Trauma? Eigentlich habe ich das Gefühl in den letzten vier Jahren kontinuierlich Fortschritte zu machen und nun wird mir das Gefühl gegeben, ich sei ein ganz harter Fall?

Wie lange macht ihr eure Therapie und wie würdet ihr die Sache einschätzen?
Ich würde mich sehr,sehr,sehr über Antworten freuen!

Lg
Carla



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Niedersachsen
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  21.03.2017 00:38  
Also ich bin seit Anfang 2013 in meiner ambulanten Therapie. Allerdings ists bei mir "nur" generalisierte AS und auch re. Depressionen. Also kein Trauma.

Mich wundert es aber irgendwie auch, dass die in der Klinik meinen, du wärst bereit für nur ambulant und die ambulanten Therapeuten werfen direkt das Handtuch. Haben die da irgendwas falsch verstanden?
Lass dich davon bloß nicht verunsichern. Du hast das Gefühl, Fortschritte gemacht zu haben und das ist wichtig. Lass dir das nicht kaputt machen...
Ich musste vor ca 2 Jahren zu meinem alten Psychiater wegen nem Bericht für die Versicherung. War da n ganzes Jahr lang nicht mehr. Er wollte dann wissen, was so passiert ist in der Zeit. Für mich fühlte sich alles wie großer Fortschritt an, ich hatte konkrete Pläne, was ich als nächstes machen will und hab mich richtig gut gefühlt, so allgemein. Dann war ich bei dem, erzähl dem was los war in dem Jahr und er sagt nur "Du hast ja im Prinzip nichts gemacht. Null Fortschritt." Das hat alles kaputt gemacht, ALLES. Ich war sofort wieder total niedergeschlagen, die Angst war zurück und alle meine Pläne waren für die Tonne. Hätte ich nicht gedacht, dass das so leicht umzureissen ist, was ich, nach meinem Empfinden, aufgebaut hatte...

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